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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad begibt sich auf einem Schiff ins byzantinische Reich.

Überlieferung/Literatur

Otto von Freising, Gesta Friderici I 64, MGH SSrerGerm 46 90 (Itaque Conradus Romanorum princeps naves apud Ptolomaidam ingressus …); John of Salisbury, Hist. Pontificalis c. 26 58f; Kinnamos, Epitome 2 87; Sigeberti Gemblacensis chron. Cont. Premonstratensis, MGH SS 6 454; Ann. Palidenses, MGH SS 16 85; Ann. Cassinenses, MGH SS 19 310; Romuald von Salerno, Chron. 229; Sächsische Weltchronik Rec. C c. 285 und Rec. AB c. 295, MGH Dt. Chron. 2 214 und 218.

Kommentar

Zum Ablauf von Konrads Aufenthalt im byzantinischen Reich während seiner Rückreise existieren widersprüchliche Quellenaussagen: Otto von Freising spricht nur davon, daß Konrad in Achaiae seu Thessaliae finibus mit Kaiser Manuel zusammentraf; Kinnamos läßt ihn in Thessalonike an Land gehen, während er sich den übrigen Quellen zufolge nach Konstantinopel begab. Nach Johannes von Salisbury wählte Konrad den Weg über Byzanz auf Anraten Roberts von Capua, um den wegen der Feindschaft mit Roger II. gefährdeten Seeweg zu vermeiden. Tatsächlich geschah dies aber in Erfüllung seiner Vereinbarung mit Kaiser Manuel, seine Streitkräfte wegen eines gemeinsamen Angriffs auf Unteritalien nach Griechenland zu führen, vgl. Reg. 578. Da diese Vereinbarung vermutlich geheim war, wurde die Furcht vor Belästigungen durch Roger auf der Heimfahrt aber vielleicht als Begründung für die Wahl der Route über Byzanz vorgeschoben.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 574, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1148-09-08_5_0_4_1_2_576_574
(Abgerufen am 20.10.2017).