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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad und König Ludwig VII. von Frankreich treffen mit ihren Gefolgsleuten am vereinbarten Tag in Jaffa ein, wo sich das Heer zum Zug gegen Askalon versammeln soll. Nachdem Konrad in Jaffa keine größere Zahl an Bewaffneten vorgefunden und acht Tage vergeblich gewartet hat, zieht er, sich ein zweites Mal getäuscht sehend, wieder ab.

Überlieferung/Literatur

Brief Konrads an Wibald von Stablo von September 1148 Reg. 571; Sigeberti Gemblacensis chron. Cont. Praemonstratensis, MGH SS 6 454; Ex Nicolai Ambianensis Chronico 22; Vinzenz von Beauvais, Speculum Historiale XXVII c. 87 1127.

Kommentar

Als Grund für die geringe Neigung des einheimischen Adels, Askalon zu belagern, vermutet Hoch, Crusaders´ Strategy 119–128, daß diese die von 1136 an praktizierte Strategie, Askalon durch die Umringung mit „Gegenburgen“ in Schach zu halten, für erfolgversprechender als eine Belagerung hielten. Zur strategischen Bedeutung Askalons siehe Hoch, Jerusalem 81ff. Die Chancen eines Angriffs, „der nicht auf die Auswirkungen einer längeren Land- und Seeblockade aufbaute“, schätzt er (ebd. 85) aufgrund der Dauer der (zur Eroberung der Stadt führenden) Belagerung Askalons im Jahr 1153 als eher gering ein.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 569, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1148-08-00_3_0_4_1_2_571_569
(Abgerufen am 17.01.2017).