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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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König Heinrich (VI.) sorgt in der Abtei Fulda klug und energisch zur Ehre der Kirche und seines Amtes für Ordnung.

Überlieferung/Literatur

Briefe Wibalds von Stablo an Heinrich (VI.) von 1148 Mitte April, Epp. Wibaldi Nr. 88 = MGH Nr. 63, sowie an Papst Eugen III. von 1148 nach September 8 (?), Epp. Wibaldi Nr. 89 = MGH Nr. 111.

Kommentar

Heinrichs Einschreiten in Fulda, an das Wibald im Zusammenhang mit der Befürchtung, daß es dort wieder zu Unruhen kommen könnte (sollicitudo, ne aliquis novitatum motus in monasterio Fuldensi oboriatur), und mit der Aufforderung, dies persönlich zu unterbinden, mit den Worten … sicut proxime deo inspirante sapienter et strenue ad honorem sancte matris nostrae Romanae ecclesie et vestrae dignitatis cuncta ibidem perfecistis … erinnert, wurde von Bernhardi, Konrad III. 705, als Hinweis auf die Anwesenheit des Königs bei der Wahl des Mönchs Rugger zum Nachfolger des abgesetzten Abts Aleholf gedeutet. An dieser Auffassung haben entgegen der (tatsächlich nicht schlüssigen) Kritik von Zatschek, Wibald von Stablo 334 Anm. 2, zuletzt Wehlt, Lorsch 304 mit Anm. 318; Jakobi, Auseinandersetzungen 972 mit Anm. 67; Hussong, Fulda 137, Witzel, Ministerialen 62, und Theisen, Mittelalterliches Stiftungsrecht 44, festgehalten. Es fällt jedoch schwer zu glauben, daß Wibalds lobende Äußerung ausgerechnet auf die entgegen der Weisung Eugens III., jemand aus einem anderen Konvent zu wählen, vorgenommene und vom Papst abgelehnte Wahl Ruggers gerichtet war. Denkbar wäre, daß Wibald sich auf ein Eingreifen des Königs in Fulda nach der Absetzung Aleholfs, dessen Anhang daraufhin fast zur Gänze aus dem Kloster vertrieben wurde (vgl. Jakobi, Auseinandersetzungen 971), bezog. – Siehe auch Reg. 553.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 537, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1148-02-00_1_0_4_1_2_539_537
(Abgerufen am 28.05.2017).