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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad beschließt auf Rat der Fürsten, nachdem die griechischen Führer verschwunden und dem Heer die Lebensmittel ausgegangen waren, die erschöpften Kreuzfahrer sich außerdem bei Gefechten mit Bewaffneten des Sultans von Konya unter der Führung des Feldherrn Mamplanes der türkischen Kampftaktik nicht gewachsen zeigten, nicht weiterzuziehen, sondern zur Küste zurückzukehren.

Überlieferung/Literatur

Brief Konrads an Abt Wibald von Stablo und Corvey von 1145 Ende Februar, Konstantinopel MGH DKo.III. 195 (Reg. 539); Kinnamos, Epitome 2 81f.; Nicetae Choniatae Historia I 6, 67; Odo von Deuil, Croisade 56f. = MGH SS 26 68; Wilhelm von Tyrus, Chron. 16 c. 20–22 743–747; Sigeberti Gemblacensis chron. Cont. Praemostratensis, MGH SS 6 453; Ann. Herbipolenses, MGH SS 16 4; Ann. Palidenses, MGH SS 16 82; Ann. Magdeburgenses, MGH SS 16 188; Ann. S. Pauli Virdunenses, MGH SS 16 501; Ann. Casinenses, MGH SS 19 310; Notae Pisanae, MGH SS 19 266; Chron. monasterii Sancti Bertini, MGH SS 25 802; Helmold von Bosau, Cron. Slavorum I c. 60, MGH SSrerGerm 32 117; Gerhoch von Reichersberg, De investigatione Antichristi, MGH Libelli de lite 3 375; John of Salisbury, Hist. Pontificalis c. 24 54; Vinzenz von Beauvais, Speculum Historiale XXVII c. 85 1126; Roger of Wendover, Flores 241; Matthew Paris, Hist. Anglorum 281; Sächsische Weltchronik Rec. C c. 284 und Rec. AB c. 294, MGH Dt. Chron. 2 214 und 218.

Kommentar

Nach Kinnamos verlor Konrad beim Treffen mit den Türken die von Kaiser Manuel geschenkten schnellen Pferde und geriet beinahe in Gefangenschaft. – Der von zahlreichen westlichen Quellen erhobene Vorwurf, die Kreuzfahrer seien von den Byzantinern in böser Absicht in die Irre geführt worden, wird seitens der Forschung mehrheitlich als unbegründet angesehen, vgl. Bernhardi, Konrad III. 631ff.; Chalandon, Les Comnènes II 286f., Lamma, Comneni e Staufer 1 69–72, sowie Constable, Second Crusade 272f. Gleiches gilt auch für das angebliche Einvernehmen Manuels mit den Türken, von dem Nicetae Choniatae Historia I 6, 67, berichtet. Lilie, Byzanz 150ff., hält eine doppelzüngige Politik Manuels allerdings für durchaus wahrscheinlich. – Zur Problematik der Entscheidung zur Umkehr, mit der Konrad sich nach dem bei Odo von Deuil überlieferten Bericht Friedrich Barbarossas dafür entschied, „schmachvoll künftigen Heldentaten erhalten zu bleiben statt schmachvoll ohne Tadel zu sterben“ siehe Görich, Wahrung des honor 267ff. sowie Roche, Conrad 85–97.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 516, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1147-10-26_1_0_4_1_2_518_516
(Abgerufen am 22.11.2017).