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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad zieht über Izmit nach Iznik. Als der Plan bekannt wird, nur mit den Kampftüchtigen weiterzuziehen und die übrigen auf weniger gefährlichen Wegen nach Jerusalem gehen zu lassen, entsteht in Iznik ein Aufruhr, nach dem sich ein Teil der Kreuzfahrer unter der Führung Bischof Ottos von Freising vom Hauptheer trennt.

Überlieferung/Literatur

Brief Konrads an Abt Wibald von Stablo und Corvey von 1148 Ende Februar, Konstantinopel, MGH DKo.III. 195 (Reg. 539); Wilhelm von Tyrus, Chron. 16 c. 20 743f.; Ann. Palidenses, MGH SS 16 84; Ann. Herbipolenses, MGH SS 16 5; Odo von Deuil, Croisade 40, 54f. = MGH SS 26 65, 71; Chronik Petershausen L. V, c. 28 226; Vetus documentum de S. Ernesto 116.

Kommentar

Das aus ungefähr 15.000 (nach der Chronik des Klosters Petershausen aus 30.000) Mann bestehende Kontingent unter Otto von Freising, zu dem unter anderem auch Bischof Udo von Naumburg und Graf Bernhard von Trixen gehörten, zog zunächst ohne größeren Zwischenfall an der Küste entlang nach Efes und dann über Philadelphia und Antiochia am Mäander (Menderes) bis Laodicea am Lykos (Eskihissar bei Denizli). In den Gebirgsschluchten von Roas im Taurus wurden diese Kreuzfahrer aber – vermutlich in der zweiten Dezemberhälfte – von Türken angegriffen und besiegt, wobei viele in Gefangenschaft gerieten oder fielen. Einige wenige, unter ihnen die Bischöfe Otto und Udo, konnten sich unter Verlust all ihrer Habe an die Küste retten, vgl. Bernhardi, Konrad III. 651–653; Weissthanner, Regesten Nr. 186 (dort auch die Belege) und Grill, Itinerar 160f. und 175.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 514, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1147-10-15_1_0_4_1_2_516_514
(Abgerufen am 20.01.2017).