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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad wird von dem ihm als Führer geschickten Stephanos, dem Befehlshaber der Varägergarde, im Auftrag Kaiser Manuels (I. Komnenos) vorgeschlagen, im Rahmen eines Bündnisses diesem im Austausch gegen byzantinische Truppen eine Anzahl seiner Kriegsleute zu überlassen, was im Kriegsrat aber abgelehnt wird. Manuel gelingt es aber, mit Geld etliche Kreuzfahrer in seine Dienste zu locken. Unter den von Stephanos angebotenen Routen entscheidet sich Konrad für den Weg über Aksehir (Philomilion).

Überlieferung/Literatur

Kinnamos, Epitome 2 80f.

Kommentar

Vgl. Dölger – Wirth Nr. 1363. – Zu der vermutlich schon während Konrads Aufenthalt vor den Mauern von Konstantinopel vorgebrachten Forderung, daß ihm deutsche Kriegsleute zur Abwehr der Normannen, die ungefähr zur selben Zeit byzantinisches Territorium angegriffen hatten, überlassen werden, war Manuel aufgrund des Bündnisses von 1145, im Rahmen dessen Konrad sich verpflichtet hatte, ihm im Bedarfsfall 2000 oder 3000 Ritter zur Verfügung zu stellen (siehe Reg. 333), durchaus berechtigt. Da Konrads Gefolgsleute aber durch ihr Kreuzzugsgelübde an ein anderes Ziel gebunden waren, konnte er dieser Verpflichtung nicht nachkommen, was nicht unwesentlich zu den damaligen Spannungen zwischen den beiden Herrschern beigetragen haben könnte, vgl. Niederkorn, Mitgift 130ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 511, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1147-09-00_9_0_4_1_2_513_511
(Abgerufen am 24.06.2017).