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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Papst Eugen III. versichert König Heinrich (VI.) wegen der Abwesenheit seines Vaters als Kreuzfahrer seines besonderen Wohlwollens, bestätigt, Heinrichs Gesandte und Brief gnädig empfangen zu haben, und begrüßt dessen Ankündigung, ihm und der römischen Kirche den schuldigen Gehorsam zu erweisen, mit der Hoffnung, daß dieser gemeinsam mit Heinrichs Jahren wachsen möge (Propter ea nuncios et litteras tuas paterna benignitate recipimus et, quod in annis tenerioribus constitutus, te promptum esse ad exhibendam ecclesiae Romanae ac nobis obedientiam tuis apicibus intimasti, gratum habuimus et habemus, sperantes, ut cum aetatis tuae incremento firma devotionis et obsequii tui sinceritas erga sedem apostolicam propensius augeatur). Schließlich teilt Eugen mit, er bete um Gottes Segen für Heinrich, und bietet an, ihm mit Rat und Tat beizustehen.

Überlieferung/Literatur

Archives de l´État à Liège, Abschrift aus der Mitte des 12. Jahrhunderts in Wibalds Briefbuch. Drucke: Epp. Wibaldi Nr. 43 = MGH Nr. 44; PL 180 Sp. 1299. Reg.: JL 9084.

Kommentar

Auffällig an dem päpstlichen Schreiben, das die Antwort auf Heinrichs Brief Reg. 477 darstellt, ist vor allem der Umstand, daß Papst Eugen III. dem jungen König zwar seinen Beistand anbietet, auf dessen Bitte um seinen Schutz aber nicht expressis verbis eingeht. Zur Bewertung des Schreibens vgl. Schüz, Rez. 407ff.; die Interpretation von Gleber, Papst Eugen III. 78, wonach der kühle Ton des Schreibens zum Ziel hatte, „das königliche Kind einzuschüchtern“, wurde von Horn, Studien 314 Anm. 224, zu Recht als abwegig bezeichnet.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 487, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1147-06-27_1_0_4_1_2_489_487
(Abgerufen am 23.11.2017).