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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad schickt Bischof Hermann (I.) von Konstanz und Graf Reimbold von Rogging als Gesandte nach Italien mit Handlungsvollmacht in allen Angelegenheiten und dem Auftrag, allen Bedrückten und insbesondere den Kirchen zu ihrem Recht zu verhelfen, für die Erhaltung des Friedens und die Befreiung aller Personen aus (nicht rechtmäßiger) Gefangenschaft zu sorgen, Aufrührer mit dem königlichen Bann zu unterwerfen und alle Getreuen an sein Kommen und den gebührenden Dienst zu erinnern.

Überlieferung/Literatur

Urkunde Bischof Hermanns von Konstanz für die Konsuln, Grafen und Volk von Crema Reg. 513, Falconi, Carte cremonesi 2 Nr. 336 (… dominus rex ex latere suo nos in partes istas dirigens, tocius Italici regni negotia ad honorem suum iure tractanda nobis commisit nosque omnibus oppressis et precipue ęcclesiis iusticiam facere, treugam firmiter servare et omnes qui in regno isti captivi tenentur liberare et quosque rebelles et nostris immo domini regis mandatis repugnantes eius banno subicere et fideles eius de adventu et servitio suo diligenter commonere precepit). Reg.: Regesta episc. Constantiensium 1 Nr. 857.

Kommentar

Die Dauer der Legation, die nur aus den beiden Urkunden der Gesandten Reg. 502 und 513 bekannt ist, ist ungewiß. Da Bischof Hermann Ende Oktober 1147 wieder nördlich der Alpen nachzuweisen ist, dürfte er bis etwa Anfang dieses Monats in Italien geweilt haben, vgl. Weiss, Konstanzer Bischöfe 85. Es handelt sich um die erste bekannte Entsendung von Legaten eines staufischen Königs nach Italien, so Goez, Möglichkeiten 103.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 479, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1147-06-08_1_0_4_1_2_481_479
(Abgerufen am 26.05.2017).