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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Durchzug der französischen Kreuzfahrer durch das römisch-deutsche Reich. Von Metz aus begibt sich das Heer zunächst nach Worms, wo König Ludwig VII. am 29. Juni feierlich empfangen wird, es aber während des einige Tage dauernden Aufenthalts zu Konfrontationen zwischen der Stadtbevölkerung und einigen Kreuzfahrern kommt. Nach dem Eintreffen eines von Bischof Arnulf von Lisieux geführten Kontingents von Normannen und Engländern und der Abspaltung einer Gruppe von Kreuzfahrern, die den Weg über Italien wählen, zieht das Heer über Würzburg nach Regensburg; dort verhandelt Ludwig mit zwei Gesandten des byzantinischen Kaisers Manuel (I. Komnenos), Demetrios und Johannes Dukas (Maurus), über die Modalitäten des Durchzugs durch byzantinisches Territorium. Entlang der Donau und unter Nutzung der zahlreich vorhandenen Schiffe für den Transport ihrer Ausrüstung und eines Teils der Mannschaften ziehen die Kreuzfahrer dann über Passau und Klosterneuburg (Novam urbem) zur von letzterem eine Tagesreise entfernten Grenze Ungarns.

Überlieferung/Literatur

Odo von Deuil, Croisade 26–30 = MGH SS 26 61f.

Kommentar

Zur Identifizierung der Gesandten Kaiser Manuels siehe Dölger – Wirth Nr. 1351b, zum Durchzug der Kreuzfahrer Bernhardi, Konrad III. 603f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 484, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1147-06-00_2_0_4_1_2_486_484
(Abgerufen am 25.05.2017).