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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Papst Eugen III. wirft Konrad in einem von dem Kardinalbischof Dietwin von S. Rufina überbrachten Schreiben vor, den Entschluß zum Kreuzzug ohne sein Mitwissen getroffen zu haben und fordert ihn auf, für die nötige Ordnung im Reich während seiner Abwesenheit vorzusorgen.

Überlieferung/Literatur

Nicht erhaltener Brief Eugens an Konrad, dessen Inhalt teilweise aus Konrads Antwortschreiben Reg. 455 erschlossen werden kann.

Kommentar

Konrads Entscheidung, am Kreuzzug teilzunehmen, dürfte für Papst Eugen III., den Initiator des Kreuzzuges, völlig überraschend gekommen sein und nicht unbedingt seinen Intentionen entsprochen haben, da ihm vermutlich eher am Romzug Konrads und an dessen Hilfe bei der Unterwerfung der aufständischen Römer gelegen war. Dennoch wird man mit Cosack, Konrads III. Entschluß 289f.; Gleber, Papst Eugen III. 54, und Horn, Studien 52f., davon ausgehen müssen, daß Eugen keine Kritik an Konrads Entschluß an sich übte, sondern nur an den Umständen seines Zustandekommens, und die daraus resultierenden möglichen Gefahren zur Sprache brachte. – Zu Dietwins Aufenthalt vgl. Bachmann, Legaten 78f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 445, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1147-03-03_1_0_4_1_2_447_445
(Abgerufen am 24.01.2017).