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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad erwirbt das ursprünglich aus dem Erbe des Markgrafen Diepold III. von Vohburg stammende Egerland.

Überlieferung/Literatur

Aufgrund von Konrads Schenkungen an die Klöster Reichenbach am Regen (Reg. 444) und Waldsassen (Reg. 695) sowie einer Urkunde Bischof Hartwigs von Regensburg von 1155–1164, Gradl, Monumenta Egrana 1 Nr. 76, ist davon auszugehen, daß Konrad in den Besitz der zum Erbe des am 8. April 1146 verstorbenen Diepold III. von Vohburg, Markgrafen von Cham und Nabburg, gehörigen regio Egire gelangt ist, die nach Aussage der Fundatio Monasterii Waldsassensis, MGH SS 15/2 1092, jedoch anläßlich der Heirat von Diepolds Tochter Adela als Mitgift an deren Bräutigam (Herzog) Friedrich (III.) ging. Dessen Nennung als Zeuge im D für Waldsassen Reg. 442 ist als Indiz für die Richtigkeit dieser Nachricht zu werten, die u.a. von Gradl, Geschichte 12ff.; Doeberl, Markgrafschaften 19ff., und zuletzt von Sturm, Districtus Egranus 27ff., (sowie in etlichen anderen Publikationen) in Zweifel gezogen wurde. Deshalb kann der von den genannten Autoren vertretenen Auffassung, daß das Egerland 1146 „ge- wissermaßen als Amtslehen zum Reich eingezogen“ (Sturm) wurde, nicht zugestimmt werden, vielmehr dürfte Konrad dieses territorialpolitisch für ihn selbst, nicht aber für seinen Neffen Friedrich interessante Gebiet von diesem durch Kauf oder auf dem Tauschweg erworben haben, was vor Antritt des Kreuzzugs geschehen sein könnte, vielleicht, um dem jungen Friedrich die Finanzierung der Kreuzzugsteilnahme zu ermöglichen, vgl. Niederkorn, Übergang 613–622.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 443, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1147-03-02_2_0_4_1_2_445_443
(Abgerufen am 22.01.2017).