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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad unterstellt namentlich genannte, ihm von Bischof Eberhard von Bamberg übergebene bambergische Ministerialen beiderlei Geschlechts aus dem schwäbischen Rätien (in Retia Suevię), die von Konrad von Rietfeld und Beringer von Albeck bedrückt und unrechtmäßig als bischöfliche Lehen beanspucht worden waren, dem Schutz Herzog Friedrichs (III.) von Schwaben (in manus Friderici ducis Suevię non in ius advocatię sed in graciam tuitionis et protectionis commisit). Zuvor war in seiner, Friedrichs und anderer Fürsten Anwesenheit von den Mitministerialen der Bedrückten und vor allem von Gottfried von Nürnberg, einem Onkel Konrads von Rietfeld, das glaubwürdige Zeugnis ausgestellt worden, daß die Bedrückten als Ministerialen der Bamberger Kirche nur dieser unterworfen seien (Econtra illi coadunati simul iudicio nostro tam Nuremberk quam Babenberk steterunt, et comministerialium suorum probabili testimonio et precipue Gotefridi de Norembek patrui eiusdem Cůnradi, qui opprimere studuit innocentes, iusto auxilio in presentia domni gloriosi Cůnradi regis … et Friderici ducis Suevię nec non aliorum principum non infimos ministeriales ecclesię nostrę se esse probaverunt, et nemini unquam subiectos fuisse vel iure subiciendos esse nisi Babenbergenis ecclesię presuli testati sunt). Dies wird von Bischof Eberhard von Bamberg beurkundet.

Überlieferung/Literatur

Urkunde Bischof Eberhards von Bamberg von 1147 (1152?) Februar 4, Bamberg (Data Babenberk, II nonas Februarii, in curia quę celebrata est ibidem in purificatione sanctę dei genitricis Marię), Stumpf, Acta imperii Nr. 113. Regg.: B-Opll-Mayr 27; Diestelkamp – Rotter 1 Nr. 254; Stumpf 3531.

Kommentar

Die Nennung Abt Markwards von Fulda unter den Zeugen der Bischofsurkunde legt nahe, daß diese erst auf dem Bamberger Hoftag zu Lichtmeß (2. Februar) 1152 ausgestellt wurde, während die Handlung von Bernhardi, Konrad III. 561 Anm. 64 nach Nürnberg Ende April 1147, von Guttenberg, Bamberg 143, und B-Opll-Mayr 27 aber zum Bamberger Aufenthalt Konrads zu Ostern (20. April) 1147 gesetzt wird. Beide Datierungen bringen es aber mit sich, wegen des Anfang April 1147 erfolgten Todes Herzog Friedrichs II. von Schwaben (siehe B-Opll-Mayr 26) den in der Urkunde genannten Herzog mit dessen Sohn Friedrich III. zu identifizieren (siehe B-Opll-Mayr 27), der sich bereits 1146 und 1147 häufig in der Nähe Konrads aufhielt (siehe B-Opll-Mayr 18–32). Zur Rolle des Herzogs von Schwaben vgl. Maurer, Herzog von Schwaben 254.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 435, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1147-02-04_1_0_4_1_2_437_435
(Abgerufen am 24.06.2017).