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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad teilt Herzog Heinrich von Sachsen mit, daß er Abt Wibald von Stablo auf Rat seiner Getreuen und auf Bitten der Kirche von Corvey zum Abt von Corvey erhoben habe, und bittet ihn (rogamus), Wibald zu schützen und bei der Wiedererlangung und Ordnung des Corveyer Besitzes zu helfen. Außerdem befiehlt er Heinrich, an Corvey die Wiedergutmachung der in Gröningen (Gruninge) durch Heinrichs Gefolgsmann (homo tuus) Poppo von Blankenburg (de Blanchenburch) und dessen Söhne verursachten Schäden zu veranlassen.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Archives de l´État à Liège, Abschrift aus der Mitte des 12. Jahrhunderts in Wibalds Briefbuch (B). Drucke: Epp. Wibaldi Nr. 24 = MGH Brief Nr. 9; MGH DKo.III. 162. Reg.: Diestelkamp – Rotter 1 Nr. 250.

Kommentar

Zur chronologischen Einreihung des von Wibald von Stablo verfaßten Schreibens vgl. Stephan-Kühn, Wibald 80f. mit Korrektur der Vorbemerkung zu DDKo.III. 161f. – Graf Poppo von Blankenburg, der, wie seine Stellung in den Zeugenreihen der herzoglichen Urkunden zeigt, einen wichtigen Rang unter den Gefolgsleuten Herzog Heinrichs einnahm, war Vogt der Corveyer Güter um Gröningen; man wird ihn zu den Anhängern des abgesetzten, aber seine Wiedereinsetzung betreibenden Abts Heinrich I. zu zählen haben, mit dem er möglicherweise verschwägert war, vgl. Stephan-Kühn, Wibald 91–93. – Da Wibald im Juni 1147 auch ein päpstliches Mandat an den Bischof von Halberstadt in der gleichen Angelegenheit erwirkte (Epp. Wibaldi Nr. 44 = MGH Nr. 15 = JL 9085), blieb Konrads Intervention offensichtlich erfolglos, vgl. auch Jakobi, Wibald von Stablo 99.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 430, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1147-01-00_3_0_4_1_2_432_430
(Abgerufen am 22.11.2017).