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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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König Heinrich (VI.) versöhnt sich mit seinem Onkel (Gebhard von Sulzbach) und schließt mit ihm einen (mündlichen oder schriftlichen?) Vertrag, demzufolge er, Heinrich, bis zu Konrads Rückkehr über (ungenannte) Burgen, Ministerialen und Eigengüter verfügen kann, und teilt Konrad dies mit.

Überlieferung/Literatur

Erschlossen aus dem Brief Konrads an Heinrich (VI.) von 1148 Mitte April, Jerusalem MGH DKo.III. 196 (Reg. 546) (De conventione avunculi tui tecum et reconciliationis conditione, videlicet ut castra, ministeriales et allodia sua benivolentia usque ad reditum nostrum possideas, in litteris tuis audientes gratum habemus).

Kommentar

Zur Identifizierung von Heinrichs Onkel mit Gebhard von Sulzbach, dem Bruder seiner Mutter Gertrud, vgl. Bernhardi, Konrad III. 724 Anm. 29, und die Vorbemerkung zu DKo.III. 196. Nach Niederkorn, Übergang 621, könnte es sich bei den strittigen castra, ministeriales et allodia um ehedem vohburgischen Besitz im Egerland handeln, den Gebhard als neuer Markgraf im Nordgau für sich beanspruchte, und der von den Staufern jedoch aufgrund eines Übereinkommens mit den Erben Diepolds von Vohburg, in dessen Rahmen auch die Heirat Friedrichs von Schwaben mit Diepolds Tochter Adela zustandekam, als Eigenbesitz betrachtet wurde. Dendorfer, Adelige Gruppenbildung 410, verweist auch auf mögliche Zwistigkeiten in Bezug auf die Mitgift der Königin Gertrud und auf gegenläufige territoriale Interessen Konrads und seiner Söhne auf der einen, des Sulzbachers und vielleicht auch der ihm anvertrauten minderjährigen Söhne Diepolds III. andererseits. – Der vermutliche Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ergibt sich aus der Datierung des darauf Bezug nehmenden Schreibens Konrads.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 531, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1147-00-00_2_0_4_1_2_533_531
(Abgerufen am 25.07.2017).