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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad bestätigt dem Stift Oberzell (Zell am Main) (Fratres … de Cella) den während des elften Regierungsjahres Kaiser Lothars III. (13. September 1135 bis 12. September 1136) erfolgten Kauf des Eigengutes Moos (allodium quod dicitur Mose) von Berthold, Domherr von St. Kilian in Würzburg, der als Kleriker seinen Bruder Ludolf von Stühlingen gebeten hatte, den Verkauf zu vollziehen; die Mönche aber baten ihn, Konrad, das Gut entgegen- und in seinen Schutz zu nehmen, wozu er seinen Ministerialen Arnold von Rothenburg delegierte (Quod dum prefatus ille Bertholdus utpote clericus secundum legem secularem eisdem fratribus delegare non posset, ad id faciendum suum fratrem Lůdolfum de Stůlingen accivit, idem vero fratres id suscepturi non satis integre suis viribus confidentes ad nostrum confugere presidium … precibus rogantes, ut vice ipsorum hoc a predicto Lůdolfo susciperemus et sub nostra defensione ad utilitatem ipsorum conservaremus. Nos … fidum ac dilectum nobis ministerialem destinavimus Arnoldum de Rodenburg, qui iussu nostro a predicto delegatore idem allodium vice nostra suscepit). Um möglichen Streit in der Zukunft zu verhindern, verkündet er, daß Kuniza (Cůneza), Mutter Bertholds und Ludolfs von Stühlingen, das Eigengut bis zu ihrem Tode besitzen soll, wobei er die Aufteilung des Erbes zwischen Kuniza und ihrem Bruder Diethelm von Toggenburg anführt (Diviserat … mulier cum fratre suo Diethalmo de Tokenburc hereditatem et cesserat in portionem illius Scheftersheim, Hohenloch, Bůhheim, Buthelbrunnen, sibi autem id est matri Mose et Ingesingen. Ingesingen vero ab heredibus collatum est ęcclesię Chambergensi, Mose autem supradicto modo Cellensi). Des weiteren bestätigt er, daß Bischof Embricho von Würzburg eine zum Eigengut Moos gehörende Hufe und alle Zehntrechte daselbst, die beide ursprünglich dem Kloster St. Burkard (zu Würzburg) gehörten und die er ausgelöst hat, in Anwesenheit des Abtes und der Mönche von St. Burkard und der Vornehmsten der Würzburger Kirche dem Stift Oberzell geschenkt hat (… quod procedente tempore domnus Embricho Wirzeburgensis ęcclesię episcopus eiusdem allodii mansum unum et omnem decimacionem ad ęcclesiam sancti Burchardi pertinentem absolverit et presente … abbate cum fratribus suis et prioribus ęcclesię Wirzeburgensis eorundem fratrum Cellensium utilitati … contradiderit). Z. der Schenkung der Zehntrechte: Dompropst Otto, der damalige Dekan Gebhard, Erzpriester Hartwig, Burchard von Sennfeld, Heinrich, der Bruder des Kadelo, sowie die Laien Robert von Dittenheim mit zwei Söhnen und die Würzburger Ministerialen (ministeriales sancti Kiliani) Billung, Richalm, Adelhun, Godebold, Colmann, Ruthuicus Albus. Z. der Übertragung des Eigengutes: Arnold von Rothenburg, Graf Ludwig von Württemberg mit zahlreichen Getreuen, Berthold von Plochingen, Adalbert, Adelhun, die Würzburger Woboldo, Richolf, Adalbert, Hartung, Poppo, Werner, Wortwin von Rommelshausen, Werner von Cannstatt, Wezel, Leutold, Konrad, Walter, Konrad, Godebold, Arnold, Kuno, Wolfram, Hermann, Gerung, Balduin, Berthold, Hartnit, Eberwin, Regenhoch, Ludwig. – Arnoldus canc. vice Heinrici Moguntini archiepisc. et archicanc.; verfaßt und mit Ausnahme des letzten Teils der Zeugenreihe geschrieben von einem Angehörigen der Würzburger Bischofskanzlei. SI. Noverint omnes tam.

Originaldatierung:
(XI. kal. decembris, Wirzeburc)

Überlieferung/Literatur

Orig.: Staatsarchiv Würzburg, Würzburger Urkunde 1283 (A). Drucke: Wirtembergisches UB 2 Nr. 323; MGH DKo.III. 158. Regg.: Böhmer 2262; Stumpf 3523.

Kommentar

Schütte, Konrad 70, vermutet, daß Konrad bei seinem Aufenthalt in Würzburg um den 21. November möglicherweise die Bischofswahl auf Siegfried von Truhendingen gelenkt habe.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 408, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1146-11-21_1_0_4_1_2_410_408
(Abgerufen am 22.11.2017).