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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Auf Rat der Markgrafen Konrad (von Meißen) und Albrecht (von Brandenburg) kommen nach wechselseitiger Stellung von Geiseln Mieszko und Bolesław (IV.), Herzöge von Polen, in Konrads Lager. Dieser überläßt ihnen, nachdem sie den jüngsten Bruder (Kasimir II.?) als Geisel gestellt, eine Geldzahlung versprochen und zugesagt haben, sich der Entscheidung des Streits mit Władysław (II.) auf einem künftigen Reichstag zu beugen, die Herrschaft in Polen.

Überlieferung/Literatur

Ann. Magdeburgenses, MGH SS 16 188 (Tandem consilio Adalberti et Conradi marchionum, obsidibus datis vicissim, regem adeunt, iuniore fratre obside dato aut promissa pecunia, patriam ab ipso suscipiunt; sicque rex reversus est); Ann. Bohemorum Vincentii Pragensis, FRB 2 419 zu 1149; Vincentii Pragensis Ann., MGH SS 17 664 (Poloni vero quorundam sapientum utentes consilio regem Conradum pecunia leniunt, et ad curiam eis indictam se venturos et in eius stare mandato se promittunt; nam quid promittere ledit? et sic rex Conradus lenitus, cum suo exule ad propria revertitur).

Kommentar

Die Markgrafen Konrad und Albrecht, deren Mannschaften wohl einen bedeutenden Teil des königlichen Heeres bildeten, sympathisierten nach Labuda, Diplomacja 139, insgeheim mit den jüngeren Brüdern, dagegen vertritt Ziegler, Konrad, Resümee, die Ansicht, daß eine Parteinahme nicht erkennbar ist.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 401, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1146-08-00_4_0_4_1_2_403_401
(Abgerufen am 24.04.2017).