Regestendatenbank - 176.571 Regesten im Volltext

RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

Sie sehen den Datensatz 397 von insgesamt 793.

Die Kanoniker Paul und Gebhard von St. Mang zu Regensburg legen Konrad ein von Martinus Corvus angefertigtes Urkundenenkonzept vor, gemäß dem er den Kanonikern von S. Ambrogio zu Mailand seinen dortigen (bei S. Ambrogio errichteten) Palast überträgt. Nach der Intervention eines pseudoclericus ändert Konrad, der das Konzept zunächst gebilligt und eine Besiegelung beschlossen hatte, seine Meinung und behält den Palast, der weder den Kanonikern noch den Mönchen von S. Ambrogio übergeben wird, für sich (Litteras autem, pro te factas, quas nunc tibi mittimus inspiciendas, rex in primis acceptavit suamque personam sigillandam iudicavit, set antiquo serpente per quendam pseudoclericum venena diffundente benivolentiam mutavit et avaritiam confirmavit dicens, se neque clericis neque monachis palatium, de quo agitur concessurum set sibimet retenturum).

Überlieferung/Literatur

Brief Pauls und Gebhards an Martinus Corvus, Pflugk-Harttung, Iter Italicum 476f. Nr. 63; Magistretti, Corrispondenza 499f.

Kommentar

Die Einordnung in das Jahr 1146 ergibt sich aus dem Hinweis der Briefschreiber auf die ihnen drohenden Gefahren, die von den Regensburg im Winter 1145/46 belagernden Böhmen ausgingen, sowie aus ihrer ebenfalls im Brief geäußerten Bitte, sie dem neu zu wählenden Erzbischof von Mailand zu empfehlen, vgl. zuletzt Brühl, Stätten 76f., ebd. auch zur Datierung. – Zu Paul und Gebhard siehe auch Fuchs, Bildung 86f. – Zu dem langandauernden Streit zwischen den Kanonikern und den Mönchen von S. Ambrogio siehe Reg. 41 und die vermutlich nach dem Scheitern der hier geschilderten Bemühungen angefertigte Fälschung Reg. †42.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 394, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1146-07-00_2_0_4_1_2_396_394
(Abgerufen am 17.10.2017).