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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad begibt sich, nachdem Ministerialen des Reiches und anderer Herrschaften in bis dahin nicht gekannter Weise zu Versammlungen zusammengetreten und zu Gericht gesessen sind, nach Sachsen, um die Gerechtigkeit wiederherzustellen, kann aber nichts bewirken.

Überlieferung/Literatur

Ann. Palidenses, MGH SS 16 82 (Hoc anno res mira et hactenus inaudita in regno exorta est. Nam ministeriales regni et aliarum potestatum, non iussi ad colloquium sepius convenientes, inconsulto tam rege quam ceteris principibus iusticiam omnibus interpellantibus se iudiciali more fecerunt. Rex pro iusticia facienda Saxoniam ingressus est, sed hoc ad effectum non pervenit); Sächsische Weltchronik Rec. C c. 282, MGH Dt. Chron. 2 213.

Kommentar

Möglicherweise ist auch die Nachricht der Ann. Stadenses, MGH SS 16 327: Conradus rex placitum habuit in Saxonia cum principibus, auf dieses Ereignis zu beziehen. Da den Ann. Palidenses zufolge Konrad sich eigens wegen der Eigenmächtigkeiten der Ministerialen nach Sachsen begab, seine Aufenthalte daselbst im Sommer und Herbst aber mit dem Feldzug nach Polen zusammenhängen, ist die Angelegenheit der Ministerialen vermutlich am besten Konrads Reise nach Sachsen im April 1146 zuzuordnen. Zur rechts- und sozialgeschichtlichen Bedeutung vgl. Bosl, Reichsministerialität 1 122, und Zotz, Formierung 36.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 377, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1146-04-00_1_0_4_1_2_379_377
(Abgerufen am 23.01.2017).