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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad genehmigt auf Rat seiner Fürsten und Getreuen den Bürgern von Duisburg (civium Duisburgensium) ihren Bitten gemäß und wegen ihrer treuen Dienste den erfolgten Bau von Häusern und Gebäuden bei der königlichen Pfalz und auf dem Marktplatz (domos sive aedificationes, quas circa palatium et curiam regalem sive supra forum locaverant), damit er, seine Fürsten und sein Gefolge bei Hoftagen wie an anderen königlichen Orten (ceu in aliis locis regalibus fieri solet) besser untergebracht werden können. Z.: Bischof Anselm von Havelberg, Abt Lambert von Werden, die Grafen Adolf von Berg, Robert von Gravina und Hermann von Hardenberg, Marquard von Grumbach, Giso von Hiltenburg, Tibert von Spielberg, Hermann Calf, der Schöffe Werner, Heinrich, Albert, Werner, Wichnand, Bruno, Gernand, Brunward, Vuidekinus. – Rekognition fehlt; vermutlich unter Beteiligung der Kanzlei verfaßt. Omnium fidelium nostrorum.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Staatsbibliothek Berlin, Abschrift von ca. 1574 im Ms. boruss. fol. 580 (B); ebd., Abschrift von 1574 im Ms. boruss. fol. 578 (C); British Museum London, Additional 22794 (D). Drucke: UB Duisburg 1 Nr. 11; MGH DKo.III. 135. Regg.: Böhmer 2247; Stumpf 3499.

Kommentar

Wie die gleichzeitige Privilegierung der cives von Kaiserswerth (DKo.III. 136 = Reg. 350) ist die von Konrad für Duisburg getroffene Regelung nach Flink, Stand und Ansätze 178, „als Bestandteil einer konsequenten Politik zur Stärkung der Königsmacht am Niederrhein zu sehen“. – Hausmann vertritt in der Vorbemerkung zu DKo.III. 187 (Reg. 462) die Auffassung, daß Konrad anläßlich seines Aufenthalts in Werden um die Ausstellung eines Privilegs für das Kloster gebeten wurde. Zunächst habe er die Behinderung der von Konrad II. dem Abt Gerold gewährten freien Schiffahrt auf der Ruhr vom Rhein bis Werden durch Graf Hermann von Hardenberg beseitigen lassen und danach am 17. Oktober in Nimwegen (wo er zwar sonst nicht bezeugt ist, wohl aber am 18. Oktober in Utrecht) dieses Recht bestätigt und noch über das Kloster hinaus eingeräumt. Die Beurkundung sei aber erst in Aachen entweder zur Jahreswende 1145/46 oder Anfang April 1147 mit DKo.III. 187 erfolgt.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 349, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1145-09-00_2_0_4_1_2_350_349
(Abgerufen am 30.03.2017).