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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Fehde zwischen Herzog Heinrich von Bayern und Bischof Heinrich von Regensburg. An der Seite des Bischofs kämpfen unter anderen Markgraf Ottokar von Steyer, an jener Herzog Heinrichs Pfalzgraf Otto von Wittelsbach, der Regensburger Vogt Friedrich (von Bogen) und Herzog Vladislav (II.) von Böhmen, dessen Scharen gemeinsam mit Herzog Heinrich im Winter mehrere Wochen lang die Stadt Regensburg erfolglos belagern und dabei schreckliche Verwüstungen in der Umgebung anrichten. Der Konflikt, in dessen Verlauf die Gegner Bischof Heinrichs von diesem und vom Erzbischof Konrad von Salzburg exkommuniziert werden, endet vermutlich unter Vermittlung Konrads im Juli 1146.

Überlieferung/Literatur

Brief Papst Eugens III. an Bischof Heinrich Zdík von Olmütz von 1146 Juli 7, Bistrický, Studien 247f. Nr. 18 (JL 8937) (Bestätigung der Exkommunikation der Gegner Bischof Heinrichs durch den Papst); Ann. Ratisbonenses, MGH SS 17 586; Ann. Reicherspergenses, MGH SS 17 460; Ann. Scheftlarienses maiores, MGH SS 17 336; Cont. Cremifanensis, MGH SS 9 544; Otto von Freising, Gesta Friderici I 30f., MGH SSrerGerm 46 47f., von Kämpfen zwischen steirischen und österreichischen Militärkontingenten berichtet die Cont. Claustroneoburgensis secunda, MGH SS 9 614.

Kommentar

Nach Bernhardi, Konrad III. 480, und Hausberger, Regensburg 109f., ist der Anlaß zu der Fehde unbekannt, während Muschka, Regensburg 170, den Konflikt als kriegerische Auseinandersetzung um die Stadtherrschaft in Regensburg deutet. – Eine Beteiligung Erzbischof Konrads von Salzburg und Welfs VI. an den militärischen Auseinandersetzungen ist nicht belegt. Das vermittelnde Eingreifen Konrads ist aufgrund der Anwesenheit der wichtigsten Kontrahenten in der Umgebung des Königs im Juli 1146 (Reg. 390) zu vermuten.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 364, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1145-00-00_6_0_4_1_2_366_364
(Abgerufen am 06.12.2016).