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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad gewährt nach dem Vorbild seiner Vorgänger dem Er zbi s chof Ra imund von Arles (R(aimunde) Arelatensis civitatis archiepiscope) und dessen Nachfolgern und der Kirche von Arles seine genannten Regalien in der Stadt und im Erzbistum Arles (nostra regalia … scilicet iusticias, monetam, iudeos, farnarias, cordam, quintale, sextarium, redditus navium, montationes, stagna salinarum, lacus, paludes, pascua de Crauo) und die ihm nachgeordnete Gerichtsbarkeit in der Stadt (iurisdictionem post nos in civitate) sowie ein Viertel der Einkünfte aus derselben und aus Albaron sowie aus Fos-sur-Mer, das Graf R(aimund) von Toulouse dem Erzbischof Gibilinus und seiner Kirche testamentarisch vermacht hat. Des weiteren bestätigt er namentlich genannten Besitz und Rechte. Z.: Erzbischof Heinrich von Mainz, die Bischöfe Bucco von Worms, Ortlieb von Basel und Burchard von Straßburg, Archidiakon Dieter (von Basel), Notar Albert. – Rekognition fehlt. VUU: DKo.III. 165 (Reg. 426) und DF.I. 436 (B-Opll 1342). B.D. Antiqua regni consuetudo.

Überlieferung/Literatur

Fälschung: Archives départementales des Bouches-du-Rhône à Marseille (A). Faks.: Hirsch, Prüfening 1. Druck.: MGH DKo.III. †290. Reg.: Stumpf 3528.

Kommentar

Entstanden ist die Fälschung, wie Appelt in der Vorbemerkung von DF.I. 436 (B-Opll 1342) darlegt, vermutlich erst nach der Ausstellung dieses D im Jahr 1164 und hat diesem somit nicht, wie von Hausmann in der Vorbemerkung angenommen, als Vorlage gedient. Die Barbarossa-Urkunde ist vielmehr neben DKo.III. 165 für das Bistum Viviers als Vorlage für die Konrad-Fälschung anzusehen. Ihr Zweck war die Besserstellung der Erzbischöfe durch die Verfügung über alle Einkünfte aus den Regalien und nicht, wie in DF.I. 436 bestimmt, nur über deren Hälfte, sowie durch die Beseitigung der Bestimmung, daß die eingeräumten Rechte nur den Erzbischöfen zustehen sollen, die im Schisma auf Seiten Barbarossas stehen.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. †326, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1144-00-00_7_0_4_1_2_327_F326
(Abgerufen am 25.07.2017).