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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad nimmt auf Intervention Abt Wibalds von Stablo und auf Bitten des vor ihm erschienenen Abtes Richard das Stift Springiersbach (Sprenkyrsbach), das von Richards Mutter Benigna auf ihrem eigenen Erbgut gegründet und von ihr mit Zustimmung des Pfalzgrafen Siegfried, dessen Ministerialin sie war, dem (Erz-)Bistum Trier geschenkt wurde, mit dem namentlich genannten Besitz in seinen Schutz und verleiht Immunitätsrechte (… eundem locum Sprenkyrsbach cum suo ambitu acceptis limitibus sub regię sublimitatis manu et defensione in omne tempus stabilimus, ita scilicet ut nullus archiepiscopus, nullus episcopus, nullus dux aut comes seu vicecomes, nulla ęcclesiasticę secularisve dignitatis persona eundem locum hospitationibus vel exactionibus sive aliquo prorsus incommodo inquietare vel molestare presumat, sed pace perpetua et omnimoda libertate ad serviendum deo perhenniter eiusdem loci habitatores fruantur). Des weiteren bestätigt er die Schenkungen des verstorbenen Pfalzgrafen Wilhelm (von Ballenstedt), dessen Eigengut nach seinem Tod an das Reich fiel (omnia eius allodia iustis modis in regni proprietatem iure devenerunt), sowie die von Wilhelm gewährte Befreiung vom Zoll in Cochem (in castello Cochma). Z.: Pfalzgraf (bei Rhein) Hermann (von Stahleck), Markgraf Albrecht von Sachsen (marchio de Saxonia), die Grafen Gebhard von Sulzbach, Graf Gottfried von Sponheim, Graf Otto von Rheineck und seine Verwandten Otto und Ulrich von Are, Graf Hermann von Virneburg, Robert von Laurenburg, Reimbold von Isenburg sowie die Reichsministerialen Heinrich von Ulmen und sein Bruder Rudolf, Johann von Entersburg und sein Bruder Werner, Johann von Ebernach, Johann von Cochem, Garsilius und Nikolaus von Kerpen, Konrad von Boppard.- Arnoldus canc. vice Heinrici Moguntini archiepisc. et archicanc.; unter Benutzung seines Entwurfs für DKo.III. 89 (Reg. 277) und der Urkunde des Pfalzgrafen Wilhelm UB Mittelrhein 1 Nr. 490 verfaßt von Wibald von Stablo, ausgefertigt vom Notar Heribert. SI. Iusticię diffinitio est.

Originaldatierung:
(kal. Augusti, Cochman)

Überlieferung/Literatur

Orig.: Landeshauptarchiv Koblenz (A). Kop.: Insert in B-Baaken 294. Drucke: UB Mittelrhein 1 Nr. 532; MGH DKo.III. 93. Regg.: Böhmer 2236; Stumpf 3460.

Kommentar

Der dem Stift bestätigte Besitz stammte vor allem aus dem Besitz des Pfalzgrafen bei Rhein Wilhelm von Ballenstedt; vgl. die Schenkungsurkunde in UB Mittelrhein 1 Nr. 450. Dazu kam nach Engels, Erzbischof von Trier 171, eine aus der Konradurkunde zu erschließende umfangreiche testamentarische Schenkung. Pauly, Springiersbach 45, weist darauf hin, daß Konrad in der Urkunde zwar den Heimfall der Güter des Pfalzgrafen an das Reich betont, vermutlich aus Dankbarkeit für Albero von Trier auf die Geltendmachung der Reichsrechte aber verzichtete und sich auf die Aufnahme in den Königsschutz beschränkte. – Zur Problematik der Hinterlassenschaft Wilhelms siehe Reg. 174. – NU: DF.I. 579 (Insert) (B-Opll 1929).

Nachträge (1)

Nachtrag von David Schnur, eingereicht am 12.06.2016.

Regest nach LHAKo, Best. 180, Nr. 23 (Ausf., Perg.) in: Kortenkamp, Gottfried (Bearb.): Die Urkunden der Stadt Wittlich und ihres Umlandes vom 10. Jahrhundert bis zum Stadtbrand im Jahre 1569 (Geschichte und Kultur des Trierer Landes 14), Trier 2016, Nr. 11, S. 37f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 281, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1143-08-01_1_0_4_1_2_282_281
(Abgerufen am 26.03.2017).