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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad kehrt, nachdem ihm Herzog Vladislav (II.) von Böhmen eine für seinen militärischen Beistand versprochene Geldsumme ausbezahlt hat, aus Bö hme n ins Reich zurück.

Überlieferung/Literatur

Canonici Wissegradensis cont. Cosmae, FRB 2 236 (Veniens ergo rex Conradus ducem restituit firma pace, sumpta promissa pecunia in propria profectus est); Canonici Wissegradensis cont. Cosmae, MGH SS 9 147; Ann. Bohemorum Vincentii Pragensis, FRB 2 413; Vincentii Pragensis Ann., MGH SS 17 661.

Kommentar

Mit Hoffmann, Böhmen 27, und Kejř, Böhmen und das Reich 246 Anm. 26, wird man das von Konrad in Empfang genommene Geld eher als Kostenersatz bzw. Gegenleistung für die erhaltene Hilfe interpretieren, denn als die von Wegener, Böhmen/Mähren 79, erwogene, als ein Relikt der alten Tributspflicht angesehene, Lehensabgabe; vgl. auch Bláhová, Velké dějiny 573–575. – Möglicherweise trat Herzog Vladislav damals als Dank für die erhaltene Unterstützung auch einige aus dem Erbe des 1135 verstorbenen Heinrich von Groitzsch (wieder) an die Přemysliden gelangte Güter (hierzu Petke, Kanzlei 366f. mit Anm. 48 und 372) wie den Gau Nisan und die Landschaft um Bautzen an Konrad ab, vgl. Kobuch, Lagebestimmung 332.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 250, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1142-06-07_4_0_4_1_2_251_250
(Abgerufen am 24.01.2017).