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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad ertauscht vom Stift Neumünster zu Würzburg einige bisher unter der Vogtei seines Sohnes (Heinrich) stehende Güter zu Dettwang (Thetiwac) im Taubergau, auf denen er eine befestigte Anlage zu errichten gedenkt, gegen ein von Othegeba und deren Neffen Heinrich, Ulrich und Gottfried gemeinsam mit Heinrich, der dort alleiniger Vogt sein soll, gekauftes Gut zu Hopferstadt im Badengau, welches durch den Grafen Raboto dem Stift übergeben wird. Die Güter zu Dettwang sollen mit Ausnahme der Pfarre und ihres Zubehörs durch den Edlen Rupert an Konrad, die Königin (Gertrud) und Heinrich übergeben werden.

Überlieferung/Literatur

Urkunde Bischof Embrichos von Würzburg von 1142. Druck: Stumpf, Acta imperii Nr. 109. Reg.: Stumpf 3443.

Kommentar

Die Güter in Dettwang gehörten vermutlich zu dem Neumünster vom Stifter Graf Emehard von Komburg-Rothenburg übereigneten Besitz, siehe Wendehorst, Neumünster in Würzburg 269. Konrad begann unmittelbar nach dem Erwerb mit der Errichtung einer neuen Burg in Rothenburg, die im April 1144 erstmals urkundlich bezeugt ist (DKo.III. 99), vgl. Jooß, Komburg 29f., und Lubich, Francia orientalis 221. Bezeugt wurde die Urkunde Embrichos unter anderem von Siegfried, dem Propst Neumünsters, dem späteren Bischof von Würzburg. Er gehörte offenbar schon vor seinem Pontifikat zu den Unterstützern des Königs in Ostfranken, wie seine Zustimmung zu dem beschriebenen Rechtsgeschäft zeigt. Zu seiner Person zuletzt Ziegler, Konrad A Kap. II. 11.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 238, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1142-04-00_2_0_4_1_2_239_238
(Abgerufen am 21.07.2017).