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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Kaiser Johannes (II. Komnenos) von Konstantinopel bestätigt seinem Bruder und Freund Konrad den Erhalt des von Konrads Gesandtem überbrachten Briefes und teilt mit, seinerseits Gesandte abgeschickt zu haben, um über die im Brief angeführten Angelegenheiten zu verhandeln. Die Gesandten seien in erster Linie zur Übernahme seiner künftigen Schwiegertochter ausgeschickt worden, aber auch über seine Intentionen hinsichtlich Apuliens und der Lombardei unterrichtet. Er begrüßt, daß Konrad den venezianischen Dogen Petrus Polanus als Mittelsperson beigezogen hat und versichert ihm, daß er die in Konrads Brief geäußerten Bitten betreffend die Ruthenen und die deutschen Ritter (de caballariis nobilitatis tuae) sowie deren Grablege erfüllt habe.

Überlieferung/Literatur

Insert in Otto von Freising, Gesta Friderici I 25, MGH SSrerGerm 46 40. – Reg.: Dölger – Wirth Nr. 1322.

Kommentar

Auffällig ist insbesondere angesichts der von Konrad in seinem Brief an Johannes verwendeten Titel (siehe Reg. 228), daß in dessen Schreiben kein Titel des Adressaten überliefert ist (… ad nobilissimum fratrem et amicum imperii mei). Nach Kresten, Anredestreit 84, könnte die Anrede regem Alemanniae gelautet und Otto von Freising sie bewußt ausgelassen haben. Dem gegenüber ist ihm beim Titel des Johannes wahrscheinlich ein Fehler in der Wortfolge unterlaufen, vgl. ebd. 83. – Zu der angekündigten Gesandtschaft des Johannes und ihren Aufgaben siehe Reg. 253.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 236, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1142-04-00_1_0_4_1_2_237_236
(Abgerufen am 21.01.2017).