Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

Sie sehen den Datensatz 222 von insgesamt 793.

Konrad erobert verschiedene befestigte Plätze des Bischofs (Burchard) von Straßburg, dessen Bischofsstadt eingeschlossen wird, sowie Welfs (VI.), der seinerseits mehrere Plätze des Reichs (plura oppida regni) zerstört.

Überlieferung/Literatur

Ann. Brunwilarenses, MGH SS 16 727; Sigeberti Gemblacensis chron. Cont. Gemblacensis, MGH SS 6 387.

Kommentar

Ebenso wie über den geplanten Feldzug nach Sachsen und die Verschwörung Adalberts II. von Mainz gegen Konrad berichten die Brauweiler Annalen auch über die Kämpfe im Südwesten fälschlich zum Jahr 1142. Vermutlich zu recht bezieht Bernhardi, Konrad III. 230 Anm. 20, die Aussage der Cont. Gemblacensis, wonach Konrad 1141 einige innere Feinde niedergeworfen hat, auf die Kämpfe gegen den Bischof von Straßburg und Welf VI. (anders Feldmann, Welf VI. 17, die sie nach den ihr zufolge vergeblichen Verhandlungen zwischen Konrad und Welf in Konstanz im März 1142 ansetzt), die aber vermutlich nicht, wie Bernhardi meint, vor Konrads Aufenthalt in Köln, sondern erst im Herbst stattgefunden und sich bis in die ersten Wochen des folgenden Jahres hineingezogen haben könnten. Bei den Burgen Bischof Burchards handelte es sich nach Seiler, Territorialpolitik 177, vermutlich um Anlagen am Rand der Hardt und des Vogesenkammes. – Der gegen Welf gerichtete Feldzug war vielleicht nicht nur durch seine mögliche Verwicklung in die Verschwörung begründet, sondern stellte eventuell auch eine Präventivmaßnahme gegen etwaige Aspirationen Welfs auf das seit dem 18. Oktober ledige Herzogtum Bayern dar. – Zur Person Bischof Burchards und seinem Verhältnis zu Konrad vgl. zuletzt Ziegler, Konrad A Kap. II. 17, und Schütte, Konrad 75f.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 220, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1141-09-14_3_0_4_1_2_221_220
(Abgerufen am 23.03.2017).