Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

Sie sehen den Datensatz 219 von insgesamt 793.

Konrad nimmt auf Intervention einiger Bischöfe und Fürsten Abstand von dem geplanten Feldzug nach Sachsen.

Überlieferung/Literatur

Cont. Cremifanensis, MGH SS 9 544.

Kommentar

An dem mit dem Tod der Kaiserin Richenza am 10. Juni 1141 (vgl. Bernhardi, Konrad III. 224f. mit Anm. 12) und Erzbischof Adalberts II. von Mainz (17. Juli 1141) einsetzenden Befriedungsprozeß, für den die Aufgabe des geplanten Feldzuges vermutlich ein erstes Resultat darstellte, hat offenbar der neue Mainzer Erzbischof Markulf, dessen Wirken zugunsten des Friedens die Ann. Palidenses, MGH SS 16 80, besonders hervorheben, entscheidend mitgewirkt, vgl. Bernhardi, Konrad III. 229. Partenheimer, Albrecht der Bär 95, verweist auch auf die Erkrankung von Konrads Halbbruder Herzog Leopold IV. von Bayern (gestorben am 18. Oktober), auf dessen Unterstützung beim Feldzug der König vermutlich gerechnet hatte. Möglicherweise wurde zwischen Konrad und den Sachsen ein Waffenstillstand abgeschlossen, worauf die Nachricht der Ann. Stadenses, MGH SS 16 324, über das baldige Ende der Kampfhandlungen in Sachsen nach dem Ableben Richenzas hindeutet, deren Einfluß gemäß Elpers, Regieren 273, nach dem Tod ihres Schwiegersohns allerdings deutlich abgenommen hatte.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 217, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1141-09-00_1_0_4_1_2_218_217
(Abgerufen am 23.05.2017).