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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad gewährt auf Bitten seines Verwandten (consanguinei nostri) Graf Ekbert (II. von Formbach-Pitten) diesem das Münz- und Marktrecht in dessen Dorf Neunkirchen (in quadam villa sua Newnchire nuncupata forum et monetam illi concessimus). Z.: die Bischöfe Heinrich von Regensburg, Otto von Freising, Embricho von Würzburg und Reginbert von Passau, Herzog Leopold (IV.) von Bayern, Friedrich, Vogt (von Regensburg), Graf Gebhard von Sulzbach, Graf Bernhard (von Plötzkau), Walter von Lobenhausen, Marschall Heinrich (von Pappenheim), Eberhard (von Arrach), Konrad von Arrach (Aira). – Arnoldus canc. vice Alberti Moguntini archicanc.; vom Notar Heribert unter teilweiser Benutzung des Entwurfs für DKo.III. 49 verfaßt und wahrscheinlich auch geschrieben. Equitas iusticie et regni.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Niederösterreichisches Landesarchiv St. Pölten, Abschrift von etwa 1407 im Kopialbuch der Propstei Gloggnitz. Druck: MGH DKo.III. 62. Regg.: Böhmer 2213; Stumpf 3431.

Kommentar

Die Münzrechtsverleihung Konrads, die Graf Ekbert auch unverzüglich nützte, ist als Reaktion auf die 1139 von Papst Innocenz II. bestätigte Münzprägung des Klosters Formbach in Neunkirchen zu werten, welches entgegen der Aussage im Text, es sei ein Dorf Ekberts, im Besitz des Klosters stand, vgl. neben der Vorbemerkung zu DKo.III. 62, Weltin, Neunkirchen 173f., sowie Koch, Münzstätte Neunkirchen. – Das Verwandtschaftsverhältnis Ekberts zu Konrad geht nach Loibl, Herrschaftsraum 397, auf Gisela, die Gattin Kaiser Konrads II. und Ururgroßmutter Konrads zurück, deren Tochter aus ihrer ersten Ehe mit Bruno von Braunschweig wahrscheinlich die Gemahlin Tiemos II. von Formbach war. Vgl. auch Weltin, Groß-Enzersdorf 280ff. Die Arenga der Urkunde verweist auf die Bedeutung von Verwandtschaft: Equitas iusticie et regni auctoritas nos admonent omnium quidem utilitati prospicere, maxime vero consanguineorum nostrorum vota et peticiones modis omnibus promovere et adiuvare.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 213, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1141-06-00_2_0_4_1_2_214_213
(Abgerufen am 22.11.2017).