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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad gewährt und bestätigt (concedimus et confirmamus) der Stadt Piacenza (civitate Placentina) auf Bitten seiner Getreuen und gemäß den Verfügungen seiner Vorfahren Kaiser Heinrich IV. und Kaiser Heinrich V. Münzrecht und zugehörige Gerichtsbarkeit (dantes auctoritatem et potestatem monetarios consilio communis investiendi, corruptam redintegrandi, corruptores iusto iudicio castigandi). – Arnoldus canc. vice Arnoldi Coloniensis archiepisc. et archicanc.; verfaßt von Arnold A, der, wie aus den in B ziemlich gut wiedergegebenen äußeren Merkmalen zu schließen ist, das D auch geschrieben haben dürfte. Auctoritas exposcit regie.

Überlieferung/Literatur

Archivio comunale di Piacenza, Registrum magnum, notarielle Abschrift des 13. Jahrhunderts (B); Biblioteca comunale di Piacenza, Chronicon Placentinum des Johannes de Mussis (15. Jahrhundert) (D). Drucke: Registrum Magnum 1 Nr. 33; MGH DKo.III. 48. Reg.: Stumpf 3408.

Kommentar

Nach Registrum Magnum 1 Nr. 33, ist ungewiß, ob die Münzprägung in Piacenza erst nach der Verleihung durch Konrad begann oder dieser nur eine bereits bestehende Münze anerkannte. Für eine vor 1140 existierende Münze Piacenzas gibt es keinen eindeutigen Beleg, so daß die im D erwähnten Privilegien Heinrichs IV. und V. entweder nicht genutzt oder auch nur vorgetäuscht worden sein könnten, vgl. Haverkamp, Herrschaftsformen 2 565 Anm. 33. Nach der Verleihung Konrads setzte sich die schon Anfang 1141 anderweitig urkundlich bezeugte kommunale Münze sehr rasch durch.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 184, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1140-05-00_1_0_4_1_2_185_184
(Abgerufen am 26.07.2017).