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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Nach einer Versammlung in Quedlinburg stirbt Herzog Heinrich der Stolze, der nach Bayern zurückzukehren plante, unvorhergesehen im Alter von 35 Jahren, was zu Gerüchten Anlaß gibt, er sei vergiftet worden.

Überlieferung/Literatur

Ann. Brunwilarenses, MGH SS 16 726f.; Ann. Magdeburgenses, MGH SS 16 186f.; Ann. Palidenses, MGH SS 16 80; Ann. Patherbrunnenses 168 (Ann. Corbeienses maiores 71); Annalium S. Aegidii Brunsvicensium excerpta, MGH SS 30 14; Annalista Saxo, MGH SS 37 613f. (Deinde facto colloquio Quidelingeburh, Heinricus nobilissimus atque probissimus dux Bawarie atque Saxonie, veneficio ibidem ut fertur infectus, 13. Kal. Nov. vitam finivit); Chron. Montis Sereni, MGH SS 23 145; Chron. principum Saxoniae, MGH SS 25 474; Chron. regia Coloniensis Rec. I und II, MGH SSrerGerm 18 76f.; Hist. Welforum c. 25, ed. König 50 (Heinricus dux, dum, in Saxonia omnibus suis rite dispositis, in Bawariam redire disposuisset, morbo correptus diem clausit extremum); Otto von Freising, Chronik VII c. 25, MGH SSrerGerm 45 349. – Weitere den Tod Heinrichs des Stolzen erwähnende Quellen sind bei Bernhardi, Konrad III. 116f. Anm. 34, aufgelistet.

Kommentar

Die Quellen, die von Vergiftung des Herzogs sprechen, nennen keinen Auftraggeber für den Giftmord. Bernhardi, Konrad III. 116, meint, daß die ausschließlich von sächsischen Autoren überlieferten Gerüchte dem König schaden sollten. Für Konrad gilt aber auch, was Partenheimer, Albrecht der Bär 109 Anm. 119, gegen den aus der Schnelligkeit, mit der Albrecht nach dem Tod Heinrichs in Bremen erschien (siehe Reg. 161), sich gegen diesen ergebenden Verdacht einwendet, nämlich daß dieser sich nie „dieses Mittels bediente, um Gegner – an denen es ihm nie fehlte – aus dem Weg zu räumen“.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 160, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1139-10-20_1_0_4_1_2_161_160
(Abgerufen am 26.07.2017).