Regestendatenbank - 175.344 Regesten im Volltext

RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

Sie sehen den Datensatz 150 von insgesamt 793.

Konrad schenkt und bestätigt (donavimus et concessimus et inconvulsa permanere pragmatica sanctione decernimus) auf Intervention der Königin Gertrud, seines Bruders Bischof Otto von Freising, Abt Bernhards von Clairvaux magnę sanctitatis viri und Abt Adams von Ebrach dem Erzbischof Balduin von Pisa und dessen Nachfolgern die namentlich genannten Güter mit allem Zubehör und genehmigt den zwischen Erzbischof Hubert und dem Abt von Morrona über Morrona und Vivaia (Uiuario) und deren Zubehör abgeschlossenen Vertrag. Des weiteren erklärt er die Belehnung Markgraf Wilhelms Francigena (von Massa) und seiner Brüder mit Livorno ebenso für ungültig wie jede andere entgegen dem vom ihm verfügten Verbot erfolgende Verlehnung oder sonstige Entfremdung von Besitz des Bistums, welchem er die in der Stadt Pisa eingehobene Uferabgabe (tributum, quod ripaticum vocatur) schenkt. Z.: Bischof Otto von Freising, Abt Adam von Ebrach, Elekt Egilbert von Bamberg, (Abt) Gottschalk von Heiligenkreuz, Markgraf Heinrich, Sohn Markgraf Leopolds (von Österreich), Graf Heinrich von Lechsgemünd, Manegold von Donauwörth, Walter von Lobenhausen, Gottfried Burggraf von Nürnberg, der Freisinger magister scolarum Folkwin. – Arnoldus canc. vice Alberti Moguntini archicanc.; verfaßt und geschrieben von einem in der Kanzlei sonst nicht nachweisbaren Notar. SP. D. Si sacrosanctis dei.

Originaldatierung:
(XIIII kal. aug., Nvorenberc)

Überlieferung/Literatur

Orig.: Archivio di stato di Pisa (A). Druck: MGH DKo.III. 32. Regg.: Böhmer 2186; Stumpf 3398.

Kommentar

Zu den einzelnen dem Erzbistum Pisa bestätigten Rechten und Gütern siehe Rossetti, Pisa 178f. – Die Intervention Bernhards von Clairvaux war über Abt Adam von Ebrach erfolgt, den er brieflich um Fürsprache bei Konrad gebeten hatte (S. Bernardi Opera 8, ep. Nr. 542) und erklärt sich mit der Zugehörigkeit Erzbischof Balduins zum Zisterzienserorden. – NU: DF.I. 730. Zu zwei auf der Grundlage dieses D angefertigten Fälschungen siehe Regg. †149 und †150.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 148, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1139-07-19_1_0_4_1_2_149_148
(Abgerufen am 21.02.2017).