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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad hält zu Weihnachten einen Hoftag ab, auf dem Erzbischof Konrad von Magdeburg und andere sächsische Fürsten nicht erscheinen. – Heinrich dem Stolzen wird das Herzogtum Bayern aberkannt. – Wegen der Unzufriedenheit einiger Teilnehmer mit den mangelnden Ergebnissen der Verhandlungen geht die Versammlung auseinander, während Konrad einen Monat in Goslar verweilt. – Vermutlich auf diesem Hoftag erfolgte auch die Belehnung Graf Hermanns von Winzenburg mit den Reichslehen des Grafen Siegfried von Boyneburg.

Überlieferung/Literatur

Ann. Magdeburgenses, MGH SS 16 186; Ann. Palidenses, MGH SS 16 80; Ann. Patherbrunnenses 168 (Ann. Corbeienses maiores 71); Ann. S. Disibodi, MGH SS 17 26; Ann. Stadenses, MGH SS 16 323; Annalista Saxo, MGH SS 37 613 (Rex Conradus natale Domini Goslarie celebravit, ubi et publicum conventum habuit, sed nichil de rei publice utilitate tractatum est; sicque nonnullis dedignantibus, curia defluxit, illo ibidem per integrum mensem inutiliter degente); Burchard von Ursberg, Chronik, MGH SSrerGerm 16 18; Cont. Cremifanensis, MGH SS 9 544 (Heinricus dux Baioariae communi decreto principum regno pellitur); Chron. regia Coloniensis Rec. I und II, MGH SSrerGerm 18 76; Chron. Montis Sereni, MGH SS 23 145; Hist. Welforum c. 24 48; Otto von Freising, Chronik VII c. 23, MGH SSrerGerm 45 345 (… proxima nativitate domini in palatio Goslariensi ducatus ei [Heinrich den Stolzen] abiudicatur); Sächsische Weltchronik Rec. C c. 275 und Rec. AB c. 291, MGH Dt. Chron. 2 211 und 216. – Ann. Patherbrunnenses 167 (Herimannus etiam de Winceburg, a rege suscipiens … beneficia … ad regia vexilla pertinentia, quae hactenus comes Sigifridus de Homburg possederat …); Chron. regia Coloniensis Rec. I und II, MGH SSrer- Germ 18 76.

Kommentar

Die Teilnehmer des Hoftags ergeben sich aus der Zeugenliste von DKo.III. †17 = Reg. 123. – Daß das Herzogtum Bayern Heinrich dem Stolzen erst zu diesem Zeitpunkt entzogen wurde – was einzig von Otto von Freising überliefert wird -, deutet darauf hin, daß dies in einem die dreimalige Ladung mit jeweils sechswöchiger Frist genau beachtenden ordnungsgemäßen Gerichtsverfahren erfolgte, vgl. Niederkorn, Prozeß 71.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 116, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1138-12-25_1_0_4_1_2_116_116
(Abgerufen am 24.06.2017).