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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad tadelt den Abt (Konrad I.) von Tegernsee, weil dieser auf dem Bamberger Hoftag nicht erschienen und seinen reichsrechtlichen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist (hoc, quod iure imperii ibidem nobis facere debueras, adhuc quasi inconsulte distulisti). Er befiehlt (volumus et mandando firmiter precipimus) ihm, sich zur Leistung des geschuldeten Dienstes am Fest des hl. Johannes (24. Juni) auf dem Hoftag in Regensburg einzufinden (debitum servitii ibidem plenarie persolvas) und verspricht, über alle seine Klagen im Fürstengericht (in presentia principum) zu entscheiden.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Bayerische Staatsbibliothek München, in der sog. „Tegernseer Briefsammlung“ (12. Jh.), Clm 19411, fol. 90r (B). Druck: MGH DKo.III. 12. Regg.: Plechl, Studien 50 Nr. 126; Diestelkamp – Rotter 1 Nr. 217; Stumpf 3379.

Kommentar

Zur Frage der chronologischen Einordnung dieses Mandats siehe Plechl, Studien 4/1 50f. Abt Konrads Abwesenheit in Bamberg ist vermutlich nicht auf eine oppositionelle Haltung gegen den König zurückzuführen, sondern als vorläufiges Abwarten, um spätere Komplikationen mit den in Bamberg ebenfalls fehlenden Herzog von Bayern und Erzbischof Konrad von Salzburg zu vermeiden, zu werten (ebd. 51). Ob mit den vom Abt geforderten Diensten nur die Huldigung gemeint war, ist unsicher. Classen, Wormser Konkordat 433 Anm. 83, vermutet auch Sachleistungen, Göldel, Servitium Regis 32, Geldzahlungen.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 103, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1138-05-23_2_0_4_1_2_103_103
(Abgerufen am 23.07.2017).