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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad belehnt Graf Werner (von Baden-Lenzburg) mit der Grafschaft Blenio und Leventina.

Überlieferung/Literatur

Zeugenaussage Widos von Torre am 29. September 1222 in einem Prozeß zwischen Mailand und Heinrich von Sax, dem Herrn des Misoxertales, um die Herrschaftsrechte im Blenio, Güterbock, Lukmanierstraße 6: Ego audivi, quod rex Conradus, qui fuit [ante dominum] Fredericum imperatorem, investivit comitem Guarnerium de comitatu Belegnii et [Leventine], set aliter nescio.

Kommentar

Die Belehnung kann nicht genauer datiert werden. Büttner, Staufer und Zähringer 461, und Schaller, Alpenpässe 45f., vermuten, Konrad habe sie bald nach seinem Regierungsantritt vorgenommen, da er aus der Zeit seines Gegenkönigtums noch gute Beziehungen zu den Mailänder Domherren gehabt habe, die mit ihren grundherrschaftlichen Rechten in diesen Gebieten ein bedeutender Machtfaktor waren. Ziegler, Konrad A Kap. VIII. 35, hingegen vermutet, Konrad habe die Belehnung Werners nach dem Kreuzzug, als ernsthafte Vorbereitungen für einen Italienzug einsetzten, vorgenommen. Vgl. dazu auch Meyer, Blenio 168f., und Büttner, Kloster 56f. Zum Datum der Zeugenaussage siehe Güterbock, Gotthardroute 128f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 120a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1138-00-00_5_0_4_1_2_121_120a
(Abgerufen am 16.01.2017).