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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Bernhard von Clairvaux nimmt Bemühungen auf, Konrad und seinen Bruder Herzog Friedrich (II. von Schwaben) mit Kaiser Lothar III. auszusöhnen.

Überlieferung/Literatur

Ex libris de vita et miraculis sancti Bernardi, MGH SS 26 113; Otto von Freising, Chronik VII c. 19, MGH SSrerGerm 45 335f.; Burchard von Ursberg, Chronik, MGH SSrerGerm 16 14; Historia Welforum c. 23 42.

Kommentar

Entgegen der irrigen Aussage Ottos von Freising, Konrad habe sich auf dem Bamberger Hoftag Mitte März 1135 gemeinsam mit seinem Bruder mit Lothar III. ausgesöhnt, unterwarf sich damals nur Friedrich, Konrad hingegen erst Ende September (siehe Reg. 61). Die Bernhardsvita beweist aber, daß die Vermittlungsbemühungen Bernhards auch Konrad galten, wobei offen bleiben muß, ob dieser sich noch einige Zeit gegen seine Unterwerfung sträubte oder es nur längerer Verhandlungen über einen Kompromiß in territorialen Fragen (siehe Reg. 61) bedurfte, siehe Bernhardi, Lothar 561, und Geldner, Politik 126f. Über die Motive Bernhards siehe den Kommentar zu Reg. 61. – Schlick, Eintracht 132, verweist darauf, daß die beiden „Königsmacher“ von 1138, der sonst am Hof selten anwesende Erzbischof Albero von Trier und der aus dem süddeutschen Raum stammende päpstliche Legat und Kardinalbischof Dietwin von S. Rufina bei der Unterwerfung Herzog Friedrichs II. von Schwaben anwesend waren, und vermutet, daß der Kardinal sich als Vermittler für die Staufer verwendet hatte. Zu Dietwin vgl. auch Bachmann, Legaten 48–49.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 59, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1135-03-17_1_0_4_1_2_59_59
(Abgerufen am 24.01.2017).