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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad kehrt nach Verlust fast aller Anhänger unter Gefahren nach Deutschland zurück.

Überlieferung/Literatur

Landulf von S. Paolo, Hist. Mediolanensis 34; Otto von Freising, Chronik VII c. 18, MGH SSrerGerm 45 335 (Verum paulo ante Conradus, qui a Mediolanensibus rex constitutus fuerat, pene omnibus suis amissis, periculose ad patriam repedaverat). – Reg.: B-Petke 263.

Kommentar

Der Zeitpunkt von Konrads Rückkehr ist umstritten. Landulf spricht davon zu Unrecht unmittelbar nach dem gescheiterten Zug nach Rom, während Otto von Freising Konrad erst kurz vor dem ersten Italienzug Lothars III. zurückkehren läßt. Schon Bernhardi, Lothar 209f., und Giesebrecht, Kaiserzeit 4 427, äußerten aber Zweifel an der Richtigkeit dieser Aussage und erwogen einen früheren Rückkehrtermin. Während Goez, Goez, König Konrad 210, die Frage offenläßt, setzen Giese, Gegenkönigtum 206, und Engels, Staufer 28, Konrads Rückkehr im Frühjahr 1130 an. Zu der in B-Petke 263 vorgeschlagenen Datierung 1131 siehe den Kommentar zu Reg. 48. Bei Petke auch die Mitteilung, daß sich „an der Ostseite des Gewölbes im vierten Stock des Bergfrieds vom Kastell Malcesine (am Ostufer des Gardasees) … die heute nicht mehr sichtbare Ritzinschrift H(ic) f(ornix)/Corado seco-do/F(elice) Augusto/Anno I(e)so cristo/1131/Regno IIIII f:(uit) erecto (Borsatti, Malcesine 306f. Nr. 3 und Abb. Seite 209) befand“, derzufolge das Gewölbe also 1131 unter Konrads Gegenkönigtum errichtet worden wäre. – Eine ausführliche Begründung der hier vertretenen, den Angaben Ottos von Freising folgenden Datierung von Konrads Heimkehr ins Jahr 1132 bei Niederkorn, Gegenkönig 589–596.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 52, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1132-00-00_2_0_4_1_2_52_52
(Abgerufen am 26.07.2017).