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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Bischof Ekbert von Münster, der auf der Lütticher Synode (siehe Reg. 47) beauftragt wurde, König Lothars III. Romzug in Italien anzukündigen, reist aus Furcht vor dem Gegenkönig Konrad statt nach Rom nach Vyšehrad in Böhmen.

Überlieferung/Literatur

Canonici Wissegradensis cont. Cosmae MGH SS 9 136; Canonici Wissegradensis cont. Cosmae, FRB 2/1 212 (Quam ob rem episcopum Monasteriensis ecclesiae miserunt, qui pro Petro papae omnibusque Romanis regem Teutonicorum cum exercitu post quinque menses ad eos venturum nunciaret. Qui ob metum falsi regis Conradi una a recta via deviando venit in Bohemiam, et in Wissegrad metropolitana civitate missam de inventione sanctae crucis [3. Mai] … celebravit).

Kommentar

Zur Deutung vgl. Bernhardi, Lothar 209f. Anm. 30, sowie Groß, Lothar III. 69, der eine Änderung des Auftrags durch Lothar annimmt und dem von der Quelle angegebenen Motiv keine Bedeutung zumißt. B-Petke 263 deutet die Nachricht im Kommentar als „schwachen Hinweis, daß Konrad 1131 nach Schwaben und Franken zurückgekehrt sein könnte“, denn „der direkte Weg nach Rom hätte durch Schwaben geführt“. Zu bedenken wäre, daß sich von Lüttich (aber auch von Münster) aus eher eine Reise durch Frankreich als der Umweg über Böhmen angeboten hätte, um Schwaben zu umgehen. Vgl. zum Zeitpunkt von Konrads Rückkehr aus Italien Reg. 52.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 48, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1131-04-00_1_0_4_1_2_48_48
(Abgerufen am 28.07.2017).