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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Die Mailänder vereinbaren mit Graf Adalbert von Verona, dem Anführer der Mathildischen Vasallen, daß dieser ihnen für eine große Geldsumme eine Burg (Canossa?) ausliefert, von der aus der Gegenkönig Konrad seinen Widerstand fortsetzen soll. Das Vorhaben wird aber von Adalberts Frau den Capitanei und Valvassoren verraten und dadurch vereitelt.

Überlieferung/Literatur

Brief der Capitanei, Valvassoren und aller Stände der domus comitissae Mehtildis an König Lothar III. aus der sog. „Lombardischen Briefsammlung“, Wattenbach, Iter Austriacum 85f. Nr. 79. – Reg.: B-Petke †171.

Kommentar

Den insgesamt vier in der Lombardischen Sammlung überlieferten Briefmustern, die den Konflikt der mathildischen Vasallen mit Adalbert von Verona betreffen, wird aufgrund der Nennung zahlreicher nachweisbarer Persönlichkeiten allgemein ein historischer Kern zuerkannt, vgl. Beyer, Mailand 916f.; Beyer, Der Papst kommt 60f.; Opll, Stadt und Reich 459; Groß, Lothar III. 46f.; Cavallari, Ricerche 200f. – Selbst wenn man einen Konflikt zwischen Adalbert von Verona und den Vasallen (bzw. einem Teil derselben) als reales Geschehen akzeptiert, muß offen bleiben, ob die gegen den Grafen erhobenen Vorwürfe berechtigt waren oder seinen Gegnern nur als Entschuldigung für ihre Auflehnung dienten; auch für seine chronologische Einordnung fehlen ausreichende Anhaltspunkte, gegen Groß, Lothar III. 46, der für 1129 eintritt, erscheint wegen der Erwähnung von Lothars III. Romzug ein der Entstehungszeit des Kernbestands der Briefsammlung im April 1132 näherer Termin plausibler, vgl. Niederkorn, Gegenkönig 592.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. †50, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1131-00-00_1_0_4_1_2_50_F50
(Abgerufen am 22.10.2017).