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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Graf Friedrich (II. von Bogen-) Falkenstein flieht vor Herzog Heinrich (dem Stolzen) von Bayern, der kurz darauf seine Burg Falkenstein erobert, nach Italien zu Konrad.

Überlieferung/Literatur

Kaiserchronik v. 17057f., MGH Dt. Chron. 1 389.

Kommentar

Der Konflikt zwischen Heinrich dem Stolzen und Friedrich von Bogen hatte seine Ursachen im zunächst erfolgreichen Bestreben des Herzogs, den Grafen aus dem Amt des Regensburger Domvogts zu verdrängen. Die Tötung eines herzoglichen Ministerialen veranlaßte Heinrich schon 1129 zu einer ersten Belagerung Friedrichs in Falkenstein, die er aber abbrechen mußte, da er von König Lothar III. zur Belagerung Speyers (siehe Reg. 30) gerufen wurde, vgl. Crone, Untersuchungen 116, und den Kommentar zu B-Petke 305. Nach Roeder, Heinrich der Stolze 8 Anm. 28, dürfte die über Friedrich verhängte Acht von Lothar III. schon auf dem Regensburger Landtag im Frühjahr 1130 auf Vermittlung Adalberts von Bogen und Diepolds von Vohburg wieder aufgehoben worden sein. Mit der 1132 durch Friedrich veranlaßten Wahl Heinrichs von Wolfratshausen zum Bischof von Regensburg sollte der Konflikt eine ganz Bayern erfassende Fortsetzung finden (siehe ebd. 8f.).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 46, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1130-00-00_1_0_4_1_2_46_46
(Abgerufen am 23.01.2017).