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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad läßt den nach Rom reisenden Erzbischof Meginher von Trier gefangennehmen und überläßt ihn gegen 600 Pfund den Bewohnern der Stadt Parma.

Überlieferung/Literatur

Ann. S. Disibodi, MGH SS 17 24 (Cuonradus dux, frater Friderici ducis Sueviae, Trevirensem archiepiscopum apud Longobardiam cepit et Parmensibus pro sexcentis libris tradidit); Ann. Patherbrunnenses 152; Annalista Saxo, MGH SS 37 592; Chron. regia Coloniensis rec. I, MGH SSrerGerm 18 67; Gesta Treverorum, MGH SS 8 199; Balderich, Gesta Alberonis c. 15, MGH SS 8 252. – Reg.: B-Petke †210.

Kommentar

Die Ann. Patherbrunnenses, der Annalista Saxo und die Chron. regia Coloniensis bezeichnen den im Herbst 1130 zu Parma verstorbenen Erzbischof fälschlich als Gegner König Lothars III. Meginher hatte sich vermutlich den Unmut Konrads zugezogen, weil er 1128 auf Befehl Papst Honorius´ II. nach seiner Rückkehr aus Rom die Exkommunikation Konrads verkündet hatte (siehe Reg. 31). Ob seine Gefangennahme nur ein Racheakt des Staufers war (so Crone, Untersuchungen 90f.), muß dahingestellt bleiben. Meginher verstarb am 1. Oktober 1130 als Gefangener in Parma, siehe GP 10/1 91.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 43, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1129-12-00_1_0_4_1_2_43_43
(Abgerufen am 23.07.2017).