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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad beschließt, durch eine Mondfinsternis erschreckt, als Kreuzfahrer nach Jerusalem zu ziehen, wodurch er bei vielen Zeitgenossen Sympathien gewinnt.

Überlieferung/Literatur

Ekkehard von Aura, Chronik IV 364; Sächsische Weltchronik Rec. C c. 233, MGH Dt. Chron. 2 197.

Kommentar

Auch wenn über Konrads Reise nach Palästina weiter nichts überliefert ist, wird die Faktizität seiner Kreuzfahrt von der Forschung aufgrund der Tatsache, daß für die Zeit des Thronwechsels 1125 und die Anfangsphase der Auseinandersetzungen seines Bruders Herzog Friedrichs II. von Schwaben mit König Lothar III. keine Nachrichten über ihn überliefert sind, einhellig akzeptiert. – Hiestand, Kingship 244f., vermutet, daß Konrad eine Zeitlang als „Gastritter“ kämpfen wollte. Möglicherweise nahm er an der Eroberung von Tyrus (1124) teil, siehe Hiestand, Precipua 65. Gegen die von Riley-Smith, Venetian Crusade 337–350, geäußerte Vermutung, Konrad sei dem Kreuzzugsaufruf Calixtus´ II. von 1121/22 gefolgt, sprechen nach Hiestand, Kingship 245, chronologische Gründe.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 18, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1124-02-02_1_0_4_1_2_18_18
(Abgerufen am 27.07.2017).