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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad und sein Bruder Herzog Friedrich (II. von Schwaben) unterstützen die Wahl des Domherrn Rugger zum Bischof von Würzburg gegen den zuvor nach dem Willen Kaiser Heinrichs V. gewählten Gebhard (von Henneberg) und ziehen sich von ihrem kaiserlichen Onkel mißgestimmt zurück.

Überlieferung/Literatur

Ekkehard von Aura, Chronik IV 354; Cronica S. Petri Erfordensis moderna, MGH SSrerGerm 42 163; Ann. Pegavienses, MGH SS 16 254; Codex Udalrici 405 Nr. 233.

Kommentar

Zum Streit um das Bistum Würzburg siehe Hefele, Würzburg; Wendehorst, Bischofsreihe 133ff.; Speer, Kaiser Lothar III. 81ff.; Meyer-Gebel, Bischofsabsetzungen 38ff.; Lubich, Francia orientalis 189–203, bzw. Territorien-, Kloster- und Bistumspolitik 203–206; Niederkorn, Erwerbung 16ff., und Dendorfer, Fidi Milites 252–258, der als Motiv der Stauferbrüder nicht wie der Großteil der übrigen Autoren territoriale Interessen vor allem Konrads bzw. dessen Rivalität mit den Hennebergern im Würzburger Raum erblickt, sondern ihre Haltung auf ihre Einbindung in die in den Jahren vor dem Wormser Konkordat entstandene, an der Einhaltung der auf dem Würzburger Hoftag Ende September 1121 beschlossenen Friedensvereinbarungen interessierte Fürstengemeinschaft (vgl. den Kommentar zu Reg. 5) zurückführt, für die die dem kanonischen Recht widersprechende Wahl Gebhards inakzeptabel war.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 15, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1122-00-00_2_0_4_1_2_15_15
(Abgerufen am 27.03.2017).