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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad, Herzog der Ostfranken (Conrado duce Francorum orientalium), ist Zeuge in einer Urkunde Bischof Reinhards von Halberstadt für das Kloster Kaltenborn.

Überlieferung/Literatur

UB Halberstadt 1 Nr. 147.

Kommentar

Die um 1277 verfälschte Urkunde, deren Zeugenreihe aber unbedenklich ist (vgl. Beumann, Halberstadt 44 mit Anm. 6), enthält die einzige gesicherte urkundliche Nennung Konrads als Herzog von Ostfranken. Schon wenige Tage später, am 1. Mai 1120, gab Heinrich V. dem Bischof von Würzburg die 1116 entzogenen und Konrad übertragenen Rechte zurück (Stumpf 3164; MGH DH.V. 225). Siehe Reg. 8 und die dort angeführte Literatur. – Da auch Herzog Lothar und andere sächsische Große unter den Zeugen angeführt sind, wird die Urkunde von Speer, Kaiser Lothar III. 78; Vogt, Herzogtum Lothars 23, und Lubich, Francia orientalis 179, als Hinweis für Ausgleichsverhandlungen der Sachsen mit Heinrich V., als dessen Repräsentant Konrad wirkte, gedeutet.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 12, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1120-04-16_1_0_4_1_2_12_12
(Abgerufen am 23.11.2017).