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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad erhält, nachdem Bischof Erlung von Würzburg im Unfrieden den Hof verlassen hatte, vom verärgerten Kaiser Heinrich V. das Herzogtum Ostfranken übertragen, das die Bischöfe von Würzburg vormals durch Gewährung der Könige erlangt hatten.

Überlieferung/Literatur

Ekkehard von Aura, Chronik III 316 (imperator ducatum orientalis Francię, qui Wirziburgensi episcopio antiqua regum successione [?] competebat, Chuonrado sororis suę filio commisit); Annalista Saxo, MGH SS 37 554 (mit concessione statt successione); Chron. Reinhardsbrunnensis, MGH SS 30 530; Burchard von Ursberg, Chronik, MGH SSrerGerm 16 8.

Kommentar

Zu den Ereignissen vgl. Wendehorst, Bischofsreihe 129; Bosl, Rothenburg 11ff.; Zimmermann, Ansätze 399; Werle, Erbe 398f., sowie Crone, Ducatus orientalis Franciae 8–12, deren Ausführungen aber nicht überzeugen. – Im Widerspruch zum Text Ekkehards hat Lubich, Francia orientalis 163ff., die These zur Diskussion gestellt, daß die Übertragung des Herzogtums Ostfranken nicht die Folge des Abfalls Bischof Erlungs war, sondern daß dieser sich wegen der Verleihung mit Heinrich V., zu dem bis dahin keine erkennbaren Differenzen bestanden hatten, überwarf. Einwände gegen diese These bei Niederkorn, Erwerbung 15f. Anm. 27. – Möglicherweise erhielt Konrad damals auch die Grafschaft im Kochergau, deren letzter Inhaber aus dem Komburger Grafenhaus, Heinrich II., wohl im Januar 1116 verstarb; vgl. Reg. 14.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 8, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1116-01-00_2_0_4_1_2_8_8
(Abgerufen am 27.03.2017).