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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad bleibt zusammen mit seinem Bruder Herzog Friedrich (II. von Schwaben) und dem Pfalzgrafen bei Rhein Gottfried (II. von Calw) seinem Onkel Kaiser Heinrich V. treu, während der Großteil der Fürsten sich gegen diesen erhebt.

Überlieferung/Literatur

Otto von Freising, Gesta Friderici I 12, MGH SSrerGerm 46 27; Ann. Marbacenses, MGH SS 17 158.

Kommentar

Zu der durch eine Verschwörung rheinisch-westfälischer Fürsten unter der Führung Erzbischof Friedrichs von Köln eingeleiteten Erhebung gegen Heinrich V., der sich im Winter 1114/15 auch ein Großteil der Sachsen anschloß, vgl. Meyer von Knonau 6 298ff.; Vogt, Herzogtum Lothars 17ff.; Waas, Heinrich V. 99ff., und den Kommentar und die Literaturangaben bei B-Petke 29f. – Das auf Aussagen Ottos von Freising im 1. Buch der Gesta Friderici zurückgehende Bild Herzog Friedrichs von Schwaben als engstem Vertrauten und treuestem Vasallen Heinrichs V. wurde von Dendorfer, Fidi milites, einer kritischen Überprüfung unterzogen. Neben der Feststellung, daß Friedrich nur in einem beschränkten Zeitraum (1111 bis 1116 und 1122 bis 1125) und im wesentlichen nur in oder im engsten Umfeld seines Herzogtums am Königshof auftritt, gelangt Dendorfer auch zu der überlegenswerten These, daß Friedrich und auch Konrad ab 1118 gemeinsam mit anderen Großen aus dem Kreis der Anhänger wie der Gegner des Kaisers die Beendigung der Kämpfe im Reich anstrebten und, eingebettet in die Gemeinschaft der Fürsten, die nunmehr ein echtes Gegengewicht zum Königtum darstellte, als unabhängig vom König handelnde, eigenständige Fürsten auftraten.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 5, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1114-00-00_1_0_4_1_2_5_5
(Abgerufen am 25.07.2017).