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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Vor Lothar, den Prälaten und den Großen streiten der Elekt Rainald von Montecassino und seine Gegner. Um beide Seiten hören zu können, gebietet der Kaiser, daß zunächst die Gegner Rainalds sich mit ihm, den Erzbischöfen, Bischöfen und Äbten bei verschlossenen Türen beraten. Nachdem Bischof Adalbero von Basel zu einem ordentlichen Vortrag gemahnt hat, wird Rainald Simonie, die Ordination durch Anaklet und das Fehlen der Priesterweihe vorgeworfen. Bischof Anselm von Havelberg schlägt vor, allein diesen letzten Punkt zu behandeln, weil schon durch ihn allein Rainalds Abtswürde auf Sand gebaut sei. Nach Anhörung auch Rainalds meint Lothar, die Rechtmäßigkeit seines Abbatiats nicht klären zu können, und gewinnt sowohl Rainald als auch dessen Gegner dafür, sich im voraus seinem kaiserlichen Urteilsspruch und dem des Papstes zu unterwerfen. Lothars Bericht über diesen Stand der Verhandlungen an den in Cassino weilenden Innozenz II. ruft dessen Zorn hervor, weil ohne Anwesenheit des Papstes der Kaiser in die Prüfung der Wahl eingetreten sei. Die beteiligten Prälaten bedroht Innozenz mit dem Entzug ihrer Würden. Darauf läßt Lothar antworten, er habe nur für das Recht des Papstes gewirkt. Alles läge in dessen Hand; er möge nur Bevollmächtigte senden, um Rainalds Wahl prüfen zu lassen.

Überlieferung/Literatur

Chronik von Montecassino IV, 120-121, MGH SS 34 S. 594-596. Reg.: JL 1 S. 877.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 629, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1137-09-00_2_0_4_1_1_646_629
(Abgerufen am 26.05.2017).