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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Vor Lothar, der mit den Großen des Reiches und Patriarch Peregrin von Aquileia im Kapitelsaal Hof hält, beschuldigen Kardinaldiakon und Kanzler Haimerich, Kardinalpriester Gerhard von S. Croce in Gerusalemme und Abt Bernhard von Clairvaux, welche alle von Papst Innozenz II. gesandt worden sind, um die Wahl Rainalds zu prüfen und ihn gemäß den kanonischen Bestimmungen aus der Leitung der Abtei zu entfernen, daß Rainald gegen das Reich rebelliert habe und von Schismatikern erhoben worden sei. Als aus der Mitte der Versammelten die Klage hinzugefügt wird, Rainald habe sich auch noch nach seinem Vertrag mit Herzog Heinrich von Bayern (vgl. Reg. 584-14) gegenüber dem Papst und dem Kaiser feindlich gezeigt, widersprechen der Beschuldigte und seine Anhänger. Nachdem diese und der zuletzt genannte Kläger auf Lothars Geheiß den Kapitelsaal verlassen haben, berät sich der Kaiser mit den Kardinälen. Peregrin und Haimerich tragen vor, daß Rainald von Anaklet zum Subdiakon geweiht, als solcher zum Abt erhoben worden sei und Roger II. den Fidelitätseid geleistet habe, weshalb er dem Kloster nicht vorstehen könne.

Überlieferung/Literatur

Chronik von Montecassino IV, 119, MGH SS 34 S. 593f. Reg.: JL 1 S. 877. Kehr, It. Pont. 8 S. 177 Nr. *243.

Kommentar

Das Tagesdatum läßt sich aus der Chronik von Montecassino IV, 119 S. 593 und IV, 120 S. 595 erschließen. Daß Rainald Subdiakon Anaklets gewesen sei, berichtet Petrus schon in der Chronik von Montecassino IV, 104, MGH SS 34 S. 565.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 628, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1137-09-00_1_0_4_1_1_645_628
(Abgerufen am 23.05.2017).