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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Lothar befiehlt Bischof Walther von Augsburg, die Freiheit der Abtei Benediktbeuern zu achten, über welche nach Urteil und Rat der Fürsten (iudicio et consilio principum) entschieden und die durch sein Privileg und seine kaiserliche Weisung (divali iussione) bekräftigt sei; auch der Papst (Innozenz II.) habe sie unter kanonischer Strafandrohung (sub canonica animadversione) bestätigt. Mirari satis non.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Bayerische Staatsbibliothek München, Clm 19411, Tegernseer Handschrift, Ende 12. Jh., S. 181 (B). Drucke: Carolus Meichelbeck, Chronicon Benedictoburanum, Benedictoburani 1751 S. 90. Monumenta Boica 7 S. 99 Nr. 15. DLo.III. 116. Reg.: Volkert, Regesten Augsburg Nr. 492. Diestelkamp/Rotter, Urkundenregesten zur Tätigkeit des deutschen Königs- und Hofgerichts 1 S. 151 Nr. 211. Stumpf 3350.

Kommentar

Zur Überlieferung in der Tegernseer Briefsammlung vgl. H. PLECHL, Die Tegernseer Handschrift Clm 19411. Beschreibung und Inhalt, in: DA 18 (1962) S. 489. Der Verfasser des Mandats ist unbekannt, vgl. F. OPLL, Das kaiserliche Mandat im 12. Jahrhundert, in: MIÖG 84 (1976) S. 311. - Die Einreihung erfolgt auf Grund des Briefes Innozenz' II. an Bischof Walther von Augsburg vom 11. Juni 1137 (JL 7841; BRACKMANN, Germ. Pont. II, 1 S. 71 Nr. 2), in dem freilich von einer Strafandrohung päpstlicherseits nichts verlautet. - Zur neuerlichen Befassung mit der Reichsfreiheit von Benediktbeuern s. Reg. 460, 585. - Walther von Augsburg hat auch nach diesem Mandat das Kloster noch beunruhigt, vgl. JL 7933; BRACKMANN, Germ. Pont. II, 1 S. 72 Nr. 4 (1138). Das Ende des Streits um den Rechtsstand der Abtei bilden DKo.III. 87 von 1143 und DF.I. 106 von 1155, vgl. J. HEMMERLE, Die Benediktinerabtei Benediktbeuern. Das Bistum Augsburg 1 (Germania Sacra NF 28) 1991 S. 444, 446.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 587, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1137-06-11_1_0_4_1_1_604_587
(Abgerufen am 21.01.2017).