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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Nach Intervention des Propstes Trasmund von †S. Liberatore a Maiella zugunsten von Montecassino befiehlt Lothar, dem hl. Benedikt alle in jenem Gebiet entfremdeten Güter zurückzustellen.

Überlieferung/Literatur

Chronik von Montecassino IV, 106, MGH SS 34 S. 568: Cumque ad monasterium sancti Martini in Salinis pervenisset (sc. Lothar) ...

Kommentar

Nach einer Urkunde von 1058 (ERASMUS GATTULA, Historia abbatiae Cassinensis 1, Venetiis 1733 S. 314) lag das Kloster S. Martino in comitato Pinnense ad ipsa insula de Saline iuxta mare, also im Bereich der Mündung des Saline nördlich Pescara. Noch heute heißt das nördliche Ufer des Saline zwei Kilometer landeinwärts von der Küste "S. Martino", vgl. H. BLOCH, Monte Cassino in the Middle Ages 1, Roma 1986 S. 361, der S. Martino der vorliegenden Nachricht wegen als Eigenkloster von S. Liberatore a Maiella betrachtet. BERNHARDI, Lothar S. 689 mit Anm. 51, und KUCK, Itinerar S. 43 mit Anm. 78, lokalisieren S. Martino falsch bei Monte S. Angelo. S. Liberatore a Maiella südl. Serramonacesca (südwestl. u. Provinz Pescara) war seinerseits ein Cassineser Eigenkloster, vgl. KEHR, It. Pont. 4 S. 273, BLOCH, Monte Cassino S. 381. Sein Propst Trasmund ist noch 1148 bezeugt, s. GATTULA, a.a.O. S. 315.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 574, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1137-04-00_5_0_4_1_1_574_574
(Abgerufen am 28.05.2017).