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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Lothar schreibt Erzbischof R(ainald) von Reims, daß er zunächst großes Mißtrauen gehegt habe, ob dieser nicht zweideutig gegenüber ihm und (der Kirche von Cambrai) (ipsam) handelte. Nun habe er sich durch einen Dignitär der Reimser Kirche eines Besseren belehren lassen und dankt für die an ihn abgeordnete Gesandtschaft, welche das Recht des Reiches (honorem imperii) und jenes des vorgenannten Bistums (prefate Cameracensis [ęcclesię ]) würdige. Nach vorheriger kanonischer Wahl und nach Rat der Fürsten (consulto principum) habe er, Lothar, für das Bistum nicht besser Sorge tragen können als durch den Dompropst N(ikolaus). Er bittet den Erzbischof um die Bestätigung der kanonisch vollzogenen Wahl. Zwar habe der Erwählte (noch nicht die erforderlichen Weihen) (Qui licet ordines [debitos nondum assecutus ] sit); jedoch müsse hinsichtlich des Ortes und der Zeit Dispens gewährt werden. Primum quidem non.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Luxemburg, Nationalbibliothek, Ms. 50, 12.-13. Jh., f. 97 (B). Drucke: N. van Werveke, Catalogue descriptif des manuscrits de la bibliothèque de Luxembourg, Luxembourg 1894 S. 118 Nr. 7. DLo.III. 81. Reg.: Stumpf -.

Kommentar

Der Wortlaut des Briefes ist unvollständig überliefert, s. HIRSCH/ OTTENTHAL, DLo.III. 81, Vorbemerkung. Die Konjektur debitos nondum assecutus folgt dem entsprechenden Vorschlag von HIRSCH, a.a.O. S. 127 (DLo.III. 81 Anm. e). Nach den Ann. Camerac. zu 1136, wurde Nikolaus von Cambrai zu Ostern 1136 in Aachen infra ordines et sine assensu civium gewählt, vgl. Reg. 472.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 477, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1136-03-22_1_0_4_1_1_477_477
(Abgerufen am 21.01.2017).